Aktivitäten

Die Arbeit des Rates ist vielfältig - hier finden Sie einen kurzen Überblick. Mehr Information finden Sie in unseren Tätigkeitsberichten, die Sie hier herunterladen können. Auf Wunsch schicken wir Ihnen auch gerne eine gebundene Fassung der Berichte; wenden Sie sich dazu bitte an die Geschäftsstelle des Rates.


Strategische Grundlagen

Nach seiner Konstituierung im September 2000 erarbeitet der Rat in Kooperation mit Fachleuten aus den Ministerien sowie externen Experten die strategischen Grundlagen seiner Arbeit. Diese wurden in der zweiteiligen Ratsstrategie formuliert: "Vision 2005 - Durch Innovation zu den Besten" beschreibt die gemeinsamen Werte und Leitbilder des Rates sowie seine Zielvorstellung für 2005. "2,5% + plus: Wohlstand durch Forschung und Innovation" enthält, aufbauend auf der Vision 2005, wesentliche Strategieelemente zum Erreichen der Ziele.

Die Weiterentwicklung dieser FTE-Strategie ist der Nationale Forschungs- und Innovationsplan (NaFIP). Diesen hat der Rat am 3.12.2002 beschlossen und am 13.12.2002 in einem Pressegespräch der Öffentlichkeit präsentiert. Der NaFIP richtet sich an die politischen Entscheidungsträger auf Bundes- und Landesebene, an die Forschungseinrichtungen und FTE-Förderstellen sowie an alle relevanten Vertreter des nationalen Innovationssystems.

Im Rahmen der Alpbacher Technologiegespräche 2005 wurde zum Ende der ersten Funktionsperiode des Rates die „Strategie 2010 - Perspektiven für Forschung, Technologie und Innovation in Österreich“ der Öffentlichkeit präsentiert. Dieses Positionspapier stellt eine Weiterentwicklung des im Dezember 2002 veröffentlichten „Nationalen Forschungs- und Innovationsplans" (NaFIP) dar und beinhaltet Leitlinien für die heimische Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik mit einem Zeithorizont 2010 und darüber hinaus.

In der Strategie 2010 wurde u.a. empfohlen, eine eigene Exzellenzstrategie zu erarbeiten, um Qualität in der Breite und Exzellenz an der Spitze gezielt zu fördern. Der Rat ist dieser Empfehlung selbst nachgekommen und hat Mitte 2007 seine Exzellenzstrategie fertiggestellt. Ziel der Exzellenzstrategie ist es, Qualität und Attraktivität des FTI-Standorts Österreich zu heben und seine internationale Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.  

Mit der Erreichung des in der Strategie 2010 festgelegten Zeithorizonts sah der Rat die Notwendigkeit der Erarbeitung einer langfristigen forschungs-, technologie- und innovationspolitischen Strategie mit einem Zeithorizont bis 2020. Am 24. August 2009 hat der Rat die Strategie 2020 mit Vorschlägen und Empfehlungen für die zukünftige Entwicklung des österreichischen FTI-Systems vorgelegt. Die in der Strategie formulierte Vision sieht Österreich in den kommenden Jahren als erfolgreiche und international anerkannte Innovationsnation. Um diese Vision zu verwirklichen, hat der Rat strategische Leitlinien für die Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik in Österreich erarbeitet und an die Bundesregierung übergeben. Die strategischen Leitlinien dienen der generellen Orientierung und zeichnen den Weg vor, auf dem Österreich in den kommenden Jahren in die Gruppe der innovativsten Länder der EU vorstoßen kann.

Hier können Sie mehr zu den Strategien des Rates lesen.


Kommunikation

Die Kommunikation mit den Akteuren des österreichischen Innovationssystems und der interessierten Öffentlichkeit ist dem Rat ein wichtiges Anliegen.

Daher veröffentlicht der Rat alle strategischen Dokumente und seine Empfehlungen auf dieser Website. Meilensteine der Ratsarbeit, etwa die Strategie 2020 oder die Strategie 2010, werden zusätzlich im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen (z.B. Pressekonferenzen, Symposien, etc.) vorgestellt.

Bei der Entwicklung von Strategien, Konzepten, Programmen etc. bindet der Rat in unterschiedlicher Weise VertreterInnen der jeweiligen "scientific communities" ein (siehe dazu auch Initiativen). Der regelmäßige Kontakt mit den für FTI-Politik Veranwortlichen auf Bundes- und Länderebene ist selbstverständlicher Teil der Arbeit des Rates und seiner Geschäftsstelle.


Offensivprogramme für Forschung, Technologieentwicklung und Innovation

Die österreischische Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Forschungsquote bis zum Jahr 2010 auf 3% des BIP zu steigern. Dafür stellte sie zusätzliche Mittel im Rahmen der "Offensivprogramme für FTE" zur Verfügung: 508 Mio. Euro von 2001 - 2003 (Offensivprogramm 1) und 600 Mio. Euro von 2004 - 2006 (Offensivprogramm 2). Der Rat wurde von der Regierung mit der Aufgabe betraut, über die Verwendung dieser Mittel Empfehlungen auszusprechen. Als Grundlage für seine Entscheidungen diente dem Rat ein auf Basis seiner Strategie in Zusammenarbeit mit Evaluierungsexperten erarbeites Set von Kriterien zur Bewertung von Programmen und Initiativen.

Die Empfehlungen des Rates beschränken sich nicht allein auf die Verwendung der Sondermittel. In vielen Fällen knüpfte der Rat die Finanzierung von Programmen aus Sondermitteln an bestimmte Bedingungen, vor allem an strukturelle Verbesserungen wie etwa die Koordination von Aktivitäten verschiedener Ministerien. Darüber hinaus hat der Rat auch Empfehlungen zu einigen seiner Initiativen (siehe unten) abgegeben.

Hier finden Sie alle Empfehlungen des Rates zum download.


Initiativen des Rates

Der Rat hat zur Umsetzung seiner Strategie eine Reihe von Initiativen zu verschiedenen Anliegen gesetzt. Dabei richtet der Rat in flexibler Weise Arbeitsgruppen ein, um die einzelnen Themen intensiv zu diskutieren und neue Konzepte zu entwickeln. Die Zusammensetzung der Arbeitsgruppen hängt von der jeweiligen Fragestellung ab. Üblicherweise treffen sich Mitglieder des Rates und der Geschäftsstelle, VertreterInnen der zuständigen Ministerien und Fachleute zum Thema. Zu mehreren Themen wurden zudem Workshops mit den betroffenen ForscherInnen durchgeführt, um deren Bedürfnisse kennenzulernen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln, etwa in den Sozial-, Kultur- und Geisteswissenschaften, den Nanowissenschaften, zu Intellectual Property Rights u.a.. Ausserdem vergibt der Rat für spezielle Fragestellungen auch Aufträge für Studien an externe ExpertInnen.

Nähere Information zu den Initiativen und Arbeitsgruppen des Rates finden Sie hier.