Ankündigungen
Hier erfahren Sie, welche vom Rat für Forschung und Technologieentwicklung initiierten Veranstaltungen in Kürze stattfinden werden.
Weitere Auskünfte erteilen Ihnen gerne die zuständigen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle.
Forschung erleben - am 27.April 2012 in ganz Österreich
Sechs Monate bis zur nächsten Langen Nacht der Forschung
Die Lange Nacht der Forschung ist der größte Forschungsevent, bei dem heimische Forscherinnen und Forscher ihre Tätigkeiten einer breiten Öffentlichkeit präsentieren. Nach den Erfolgen der letzten Jahre ist erstmals ein Frühjahrstermin mit Freitag, dem 27. April 2012 fixiert worden. In somit genau einem halben Jahr öffnen teilnehmende Forschungseinrichtungen ab dem späten Nachmittag ihre Tore und geben bei freiem Eintritt einen Einblick in ihre spannende Arbeit.
Die Planungen mit den Regionen und den Bundesinstitutionen sind fortgeschritten, laut derzeitigem Stand wird erstmals in ganz Österreich ein vielfältiges und spannendes Programm geboten.
„Wir müssen die Leistungen der Forschung unserer Bevölkerung anschaulich näher bringen“ erklärt der Vorsitzende des Rates für Forschung und Technologieentwicklung, Dr. Hannes Androsch, „die Lange Nacht der Forschung ist ein hervorragendes Instrument dafür“.
Die Lange Nacht der Forschung soll österreichischen Forschungseinrichtungen die Möglichkeit geben, ihren Beitrag zum gesellschaftlichen Fortschritt und Wohlstand zu verdeutlichen. Der Zielgruppe – Jugend und Familie – soll ein positives Bild der heimischen Forschungsleistungen vermittelt werden und somit auch eine Zukunftsperspektive gegeben werden.
Nachlese zu vergangenen Veranstaltungen
Hier erfahren Sie näheres über bereits stattgefundene Veranstaltungen des Rates.
Rat für Forschung und Technologieentwicklung und "Medianet" luden zur Veranstaltung STROM AUS DER WÜSTE
Wie schaffen wir eine nachhaltige Energieversorgung?
Wien, am 19. Jänner 2012
Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung hat in Kooperation mit „Medianet“ eine Podiumsdiskussion zum Thema „Strom aus der Wüste – Wie schaffen wir eine nachhaltige Energieversorgung?“ organisiert. Ziel der Veranstaltung war es, der Frage nachzugehen, ob eine nachhaltige Energiewende gelingen kann und welche Rolle Forschung, Technologie und Innovation dabei zukommt.
Die Lösung der Energiefrage ist heute eine der zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen. Der ständig steigende Energieverbrauch und die derzeit bestehenden Techniken der Energieerzeugung sind aufgrund der mit ihnen verbundenen Belastung der Umwelt und der sich verschärfenden Ressourcenknappheit keine zukunftsfähigen Möglichkeiten, die Energieversorgung von Bevölkerung und Wirtschaft sicherzustellen. Die Internationale Energieagentur hat daher bereits in ihrem World Energy Outlook 2008 von einer notwendigen Energierevolution gesprochen. Wir stehen somit vor der Herausforderung, effizientere und gleichzeitig CO2-arme Energiesysteme entwickeln zu müssen.
DESERTEC liefert Strom aus der Wüste
In seinem Impulsvortrag skizzierte Dr. Thimo Gropp, Gründungsstifter der DESERTEC Foundation, die prinzipielle Machbarkeit einer sauberen und ausreichenden Energieversorgung Europas durch ein leistungsfähiges Netzwerk aus erneuerbaren Energiequellen im europäischen und nordafrikanischen Raum. Der Lösungsansatz von DESERTEC: Die Wüsten der Erde empfangen in 6 Stunden mehr Energie von der Sonne, als die Menschheit in einem Jahr verbraucht. In den Wüsten der Erde kann also durch bereits heute existierende Solarkraftwerke genügend sauberer Strom erzeugt werden, um die Menschheit nachhaltig zu versorgen. Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) ermöglicht es, diese Standorte zu erschließen. Anders als herkömmliche Wechselstromleitungen können HGÜ-Leitungen sauberen Strom über weite Distanzen befördern, bei geringen Verlusten von etwa 3 Prozent je 1.000 Kilometer.
Konsens über die zentrale Rolle von FTI
In der anschließenden Diskussionsrunde herrschte Konsens darüber, dass langfristig ein sicheres, umweltfreundliches und kostengünstiges Energiesystem aufgebaut werden muss, das auch den sozialen Bedürfnissen der Menschen gerecht wird. Einigkeit herrscht ebenfalls, dass langfristig ausgerichtete Maßnahmen im Forschungs-, Technologie- und Innovationsbereich wesentliche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bewältigung dieser Herausforderung sind. Nur wenn es gelingt, vollkommen neue bzw. stark verbesserte Energietechnologien zu entwickeln, kann auch in Zukunft eine verlässliche und erschwingliche Energieversorgung sichergestellt und eine rasche Umstellung auf ein CO2-armes, leistungsfähiges und umweltschonendes Energiesystem gewährleistet werden. Voraussetzung dafür bildet eine erfolgreiche und interdisziplinäre Energieforschung.
Peter Traupmann, Geschäftsführer der Austrian Energy Agency (AEA), stellte das Effizienz- und Verbrauchsthema zur Debatte. Seine These: Einsparungspotenziale suchen, alternative, heimische Ressourcen anzapfen und optimal nutzen. Im Effizienzbereich liegt aus seiner Sicht das größte Potential, um den Energieverbrauch und damit auch den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Für Brigitte Bach, Leiterin des „Energy Departments“ des Austrian Institute of Technology (AIT), ist eine innovative gesamtheitliche Systemintegration der existierenden Technologien ebenso wichtig wie weitere Fortschritte im Bereich der regenerativen Energien. Grundsätzlich seien die ambitionierten Ziele der EU zur Steigerung der Energieeffizienz und des Anteils erneuerbarer Energieträger sowie zur Senkung der CO2-Emissionen – Stichwort: Vision 2050 der Low Carbon Economy Roadmap – technisch bereits heute erreichbar.
Optimistisch zeigte sich auch Ingolf Schädler, Leiter des Bereichs Innovation im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie: Österreich habe die große Chance, sich als Global Player am erneuerbaren Energiesektor zu positionieren. Bereits heute sei Österreich in einigen bedeutenden Technologien Weltmarktführer. Hier gelte es, durch gezielte Forschungsförderung die Innovationsbasis weiterhin zu unterstützen, um auch in Zukunft die internationale Technologieführerschaft sicherzustellen. Gi-Eun Kim, Professorin im Department für Biotechnologie an die Seokyeong University in Seoul und Mitglied im Österreichischen Rat für Forschung und Technologieentwicklung, unterstrich die besondere Bedeutung internationaler Kooperationen: Nur wenn es gelingt, über nationale Grenzen hinweg zusammenzuarbeiten, lassen sich Visionen wie DESERTEC erfolgreich umsetzen und gemeinsamer Nutzen für alle beteiligten Länder und deren Bewohner stiften.
Die Veranstaltung fand am 17. Jänner 2012 im Mozarthaus in Wien statt.
Die TeilnehmerInnen am Podium in alphabetischer Reihenfolge:
· Mag.a DI Dr.in Brigitte Bach (Leiterin des „Energy Departments“ und Prokuristin des AIT Austrian Institute of Technology GmbH)
· Dr. Thiemo Gropp (Gründungsstifter der Desertec Foundation)
· Prof.in Dr.in Gi-Eun Kim (Professorin im Department für Biotechnologie an die Seokyeong University in Seoul, Mitglied im Österreichischen Rat für Forschung und Technologieentwicklung)
· Min.R. Mag. Ingolf Schädler (Bereichsleiter Innovation im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie)
· DI Peter Traupmann (Leiter der Österreichischen Energieagentur)
Unterlagen: Power Point Folien des Vortragenden Dr. Thiemo Gropp
Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an unseren Referenten Johannes Gadner.
Gemeinsames Auftreten für eine stärkere Rolle
Treffen der Ratsversammlungen des Österreichischen Wissenschaftsrates und des Rates für Forschung und Technologieentwicklung
Wien, am 10.11.2011 - Erstmals seit der Neubestellung der Mitglieder des Forschungsrates im Herbst 2010 trafen am 9. November 2011 die Ratsversammlungen des Österreichischen Wissenschaftsrates und des Rates für Forschung und Technologieentwicklung zu einem inhaltlichen Austausch zusammen.
Neben der Diskussion thematischer Schnittmengen stand die Positionierung zu gemeinsamen Stärken auf der Tagesordnung des Treffens. Themen waren u.a. der Hochschulplan des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung, die Forschungsinfrastruktur sowie die Rolle der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften.
Forschungsinfrastruktur und Hochschulplan als Schwerpunkte der Diskussion
Besonderes Anliegen war dem Forschungsrat die Diskussion zur Forschungsinfrastruktur in Österreich. Eine vom Forschungsrat beauftragte Studie hat u.a. einen Finanzierungsbedarf für die Jahre 2010 bis 2014 von ca. 220 Mio. Euro pro Jahr ergeben. Weiters wurde festgestellt, dass es kaum kooperative Forschungsinfrastrukturprojekte gibt und die Nutzung von Geräten meist nur organisationsintern und damit wenig effizient erfolgt.
Nach einem Workshop und einer Online-Plattform, in deren Rahmen diese und weitere Ergebnissen der Studie breit diskutiert wurden, kam der Forschungsrat zur Ansicht, dass die Verbesserung und die effizientere Nutzung der Forschungsinfrastruktur ein wesentlicher Standortfaktor für exzellente wissenschaftliche Forschung ist. Daher sollte die Fortsetzung einer spezifisch für Infrastruktur entwickelten Programmlinie ebenso erfolgen wie die Einbindung weiterer forschungsaktiver Organisationen (Unternehmen und außeruniversitäre Forschung), um zu verbesserter Nutzung vorhandener Forschungsinfrastrukturen zu gelangen.
Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt, der vom Vorsitzenden des Forschungsrates, Dr. Hannes Androsch, eingebracht wurde, war der Hochschulplan des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung. Der Forschungsrat arbeitet hier intensiv an der Erarbeitung klarer Alleinstellungsmerkmale (USPs) zur Profil- und Schwerpunktbildung in den jeweiligen Hochschulsektoren, sowie an der Analyse der Zugangssituation und Hochschulzugangsmodi vergleichbarer Länder und der Entwicklung adäquater Maßnahmen für Österreich. In dieselbe Richtung weist die Empfehlung „Universität Österreich 2025“ des Österreichischen Wissenschaftsrates (2010).
Die beiden Ratsversammlungen
Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung, im Jahr 2000 durch das Bundesgesetz zur Förderung der Forschung und Technologieentwicklung (FTFG) gegründet, umfasst acht Mitglieder aus unterschiedlichen Bereichen der Wissenschaft, Forschung, und Wirtschaft. Seit Herbst 2010 führt Dr. Hannes Androsch den Vorsitz.
Die Hauptaufgabe des Rates für Forschung und Technologieentwicklung liegt in der systematischen, unabhängigen und fundierten Beratung der österreichischen Bundesregierung in allen Fragen der Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik. Ziel seiner Arbeit ist es, einen maßgeblichen Beitrag zu einer zukunftsorientierten FTI-Politik zu leisten.
Der Österreichische Wissenschaftsrat, gegründet mit dem Universitätsorganisationsgesetz (UOG) 2002, umfasst zwölf Mitglieder unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jürgen Mittelstraß (Konstanz). Hauptaufgaben des Wissenschaftsrates sind die Beratung der Bundesministerin/ des Bundesminister sowie der Universitäten und des
Nationalrats in Angelegenheiten der Universitäten und allgemeinen wie speziellen Fragen der Wissenschaftspolitik und der Kunst. Zudem beobachtet und analysiert er unter Bedachtnahme auf europäische und internationale Entwicklungen das österreichische Universitäts- und Wissenschaftssystem und erarbeitet Empfehlungen zu dessen Weiterentwicklung.

Frau Dr. Hilf, Frau Dr. Ambros, Fr. Dr. Ritterman und Fr. Dr. Schroeder
Nachfragehinweis:
DI Dr. Ludovit Garzik
Geschäftsführer des Rates für Forschung und Technologieentwicklung
E-Mail: l.garzik@rat-fte.at
Dr. Ulrike Plettenbacher
Generalsekretärin des Österreichischen Wissenschaftsrates
E-Mail: ulrike.plettenbacher@wissenschaftsrat.ac.at
Vorsitzender des Forschungsrates fordert "Finnlandisierung"
Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung und die Tageszeitung "Die Presse" luden zur Veranstaltung "Bildung in Österreich: Spielball der Politik
Wien, am 3. November 2011 - "Das österreichische Bildungssystem muss dringend reformiert werden, und Finnland kann und sollte uns dabei in vielen Punkten als Vorbild dienen", erklärte der Vorsitzende des Rates für Forschung und Technologieentwicklung und Mit-Initiator des Volksbegehrens Bildungsinitiative (VBBI), Dr. Hannes Androsch, im Rahmen der Veranstaltung "Bildung in Österreich: Spielball der Politik" am 2. November in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.
Warum Finnland diese Vorbildfunktion einnehmen kann, zeigte sich im Vortrag des finnischen Bildungsexperten und nationalen PISA-Verantwortlichen, Prof. Dr. Jouni Välijärvi. In seiner Key-Note zum Thema "Challenges for Education Policy in the 21st Century" ging er nach einem ausführlichen Vergleich der jüngsten PISA-Ergebnisse österreichischer und finnischer SchülerInnen auf die Unterschiede in den Schulsystemen dieser beiden Länder ein. Wichtigste Aussage:
Bildung ist nicht nur, aber sehr stark mit der Fähigkeit zum sinnerfassenden Lesen verbunden. Gerade hier müssen demnach besondere Anstrengungen gemacht werden.
Hochkarätige Diskussionsrunde einig in der Notwendigkeit von Reformen
In der nachfolgenden Diskussionsrunde, die neben Hannes Androsch und Jouni Välijärvi auch Univ.-Prof. Dr. Christiane Spiel von der Universität Wien und Mag. Edeltraud Stiftinger von Siemens AG Österreich umfasste, war man sich über die dringende Notwendigkeit einer grundlegenden Reform des österreichischen Bildungssystems einig. Besonderen Schwerpunkt der Diskussion nahm dabei die Frage ein, wie künftig sichergestellt werden könnte, dass der Zugang zu Bildung in Österreich nicht mehr abhängig ist von der sozialen Stellung der Eltern, sondern einzig und allein von Talent, Intelligenz und Engagement eines Schülers bzw. einer Schülerin. Folgende Punkte wurden dabei immer wieder genannt: Ganztagsschule, gemeinsame Schule bis zum 15. Lebensjahr und Schulautonomie, verbunden mit bestmöglicher LehrerInnen- bzw. PädagogInnenausbildung.
Die Veranstaltung fand am Vorabend zum Beginn der Eintragungswoche des Volksbegehrens Bildungsinitiative (3.-10. November 2011) statt.
Die TeilnehmerInnen am Podium in alphabetischer Reihenfolge:
- Dr. Hannes Androsch (Industrieller, Vorsitzender des Rates für Forschung und Technologieentwicklung und Mit-Initiator des Volksbegehrens Bildungsinitiative)
- Univ.-Prof. DDr. Christiane Spiel (Institut für Wirtschaftspsychologie, Bildungspsychologie und Evaluation, Universität Wien)
- Mag. Edeltraud Stiftinger (Leiterin des Corporate Innovation Center der Siemens AG Österreich)
Prof. Dr. Jouni Välijärvi (Direktor des Finnischen Instituts für Bildungsforschung der Universität Jyväskylä und nationaler PISA-Experte) - Diskussionsleitung und Moderation: DI Martin Kugler (Die Presse)

Prof. Dr. Jouni Välijärvi

Podiumsdiskussion im Rahmen der Veranstaltung „Bildung in Österreich: Spielball der Politik?
Früherer Ratsvorsitz DI Dr. Dr.h.c. Knut Consemüller erhält das Große Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich
FFG Gala am 14.09.2011. Herr Dr. Knut Consemüller - ehemaliger Ratsvorsitzende des Rates für Forschung und Technologieentwicklung von 2005-2010 bekommt das Große Silberne Ehrenkreuz für Verdienste um die Republik Österreich überreicht. Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung gratuliert!
Start der Diskussionsplattform "Forschungsinfrastruktur"
Rat für Forschung und Technologieentwicklung startete am 25. August 2011 im Internet eine Diskussionsplattform zum Thema „Forschungsinfrastruktur“
Alpbach/Wien, 25. August 2011: Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung stellte seine webbasierte „Plattform Forschungsinfrastruktur“ (www.forschungsinfrastruktur.at) an den Technologietagen in Alpbach vor und eröffnete die Diskussion online!
Ziel dieser Initiative ist es, österreichweit sowohl eine effizientere Nutzung als auch einen künftig stärker koordinierten Ausbau der Forschungsinfrastruktur zu ermöglichen. „Mit Hilfe der Plattform wird es möglich sein, sich einen besseren Überblick über geplante Projekte zu verschaffen und frühzeitig Kooperationen zu fördern“, erläutert Rektor Univ.-Prof. Dr. Skalicky, stellvertretender Vorsitzender des Forschungsrates.
Dr. Karin Schaupp, Unternehmensberaterin und Mitglied des Forschungsrates, ergänzt: „Durch die mittels der Plattform ermöglichte Transparenz können künftig jene Best Practice Modelle leichter definiert und präsentiert werden, die für den Aufbau und den Betrieb von Großforschungsinfrastrukturen beispielgebend sind.“
Zur Realisierung dieser Ziele werden die Resultate und Ergebnisse einer vom Forschungsrat beauftragten Studie (durchgeführt von Austin, Pock & Partners) sowie eines im Mai d.J. abgehaltenen Workshops mit Hilfe von Web 2.0-Technologien einer größeren Community zur Diskussion gestellt.Die Ergebnisse dieses Konsultationsprozesses sollen dann in zukünftige Planungen einfließen und werden auch in Form einer Publikation vom Forschungsrat zur Verfügung gestellt werden.
Langfristig könnte die Web-Plattform die Planungen der handelnden Organisationen effizient unterstützen und Kooperationen hinsichtlich der Nutzung vorhandener Forschungsinfrastrukturen fördern. Zudem kann sie als Basis für Entscheidungen betreffend Errichtung bzw. Ausbau von überregionalen und nationalen Forschungs-infrastrukturen dienen. Der Forschungsrat wird daher regelmäßige Abstimmungsgespräche der wesentlichen Akteure initiieren, und bietet künftig dazu den unterschiedlichen Organisationen bzw. deren VertreterInnen diese
Plattform an.
Sinnvoller Ausbau und effiziente Nutzung der Forschungsinfrastruktur brauchen künftig bessere Koordination
Auf Basis einer vom Forschungsrat beauftragten Erhebung der österreichischen Forschungsinfrastruktur stellt sich die österreichische Situation im Bereich der Forschungsinfrastruktur derzeit folgendermaßen dar:
· 63% aller erhobenen Forschungsinfrastrukturen sind den Hochschulen zuzuordnen.
· Die thematischen Schwerpunkte „Life Sciences“, „Nano- und Materialwissenschaften“ sowie „Umwelt, Energie und
Nachhaltigkeit“ stellen 53% aller im Rahmen der Studie genannten
Forschungsinfrastrukturen.
· Forschungsinfrastrukturen konzentrieren sich auf Universitäts- und Industriestandorte.
· 54% der genannten bestehenden Forschungsinfrastruktur wurde in den vergangenen fünf Jahren angeschafft bzw. in Betrieb genommen.
· Mehr als die Hälfte aller genannten bestehenden Forschungsinfrastrukturen weist Anschaffungskosten von <500
EUR auf.
· Mehr als die Hälfte der Forschungsinfrastruktur wird zu einem überwiegenden Teil (80-100%) öffentlich finanziert.
· 75% der Forschungsinfrastrukturen werden organisationsintern
genutzt.
· Der Bedarf für neue Investitionen und Erweiterungen im Zeitraum 2010 – 2014 liegt bei den erhobenen Organisationen bei ca. 250 Mio € jährlich und betrifft zu ca. 60% die öffentliche Finanzierung.
Dieser Befund lässt erkennen, dass verbesserte Planung und ein effizienter Einsatz der für Forschungsinfrastruktur vorhandenen Finanzmittel nur durch entsprechende Koordination von Forschungsinfrastruktur-Vorhaben
zwischen den unterschiedlichen Organisationen erreicht werden kann. Zur besseren Planbarkeit gehören aber auch langfristige Investitionszusagen, die alle Kostenfaktoren über den gesamten „Lebenszyklus“ miteinschließen.
Fazit von Skalicky: „Um unsere Forschung auf internationalem Standard halten zu können, braucht es neben neuer Finanzierungsmodelle vor allem erhöhte Koordinations- und Kooperationsbereitschaft. Hier wird die Plattform Forschungsinfrastruktur einen wesentlichen Beitrag leisten können“.
Arbeitskreis "Effizienz von FTI-Investitionen" im Rahmen der Alpbacher Techologiegespräche 2011
Im Rahmen der Alpbacher Technologiegespräche 2011 organisierte der Rat für Forschung und Technologieentwicklung (RFTE) am Freitag, den 26. August 2011, einen Arbeitskreis zum Thema „Effizienz von FTI-Investitionen“.
Wie kann der Output von Forschung tatsächlich gemessen werden?
Mit dem Thema „Effizienz von FTI-Investitionen“ hat der Forschungsrat ein hochaktuelles Thema aufgegriffen. Die immer knapper werdenden nationalen Budgets tragen dazu bei, dass die Diskussionen hinsichtlich der Messung des Outputs von Forschung und Entwicklung und damit hinsichtlich der Effizienz von Investitionen in diesen Bereichen intensiver werden.
So wird immer öfter die Forderung erhoben, dass der Ressourceneinsatz in den Bereichen Forschung und Entwicklung stärker an messbare Wirkungen und Leistungen gekoppelt werden soll. In Zeiten, in denen wirtschafts-politische Entscheidungen immer häufiger auf Basis internationaler Rankings (wie beispielsweise dem European Innovation Union Scoreboard) getroffen werden, stellt sich somit die Frage, wie sich der Output von Forschung und Entwicklung sinnvoll messen lässt.
Hochrangig besetztes Panel
Diese Themen wurden von einen hochrangig besetzten Panel diskutiert, dem neben Christian Keuschnigg, dem designierten Chef des Instituts für Höhere Studien und Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität St. Gallen (Schweiz), auch der stellvertretende Generaldirektor für Wissenschaft und Innovation der Europäischen Kommission, Wolfgang Burtscher, die Programmdirektorin der National Science Foundation, Julia Lane, und die Abgeordnete zum Nationalrat und Obfrau des parlamentarischen Ausschusses für Forschung, Innovation und Technologie, Ruperta Lichtenecker, angehörten. Karin Schaupp, Unternehmensberaterin und Mitglied des Forschungsrates, hat den Arbeitskreis geleitet.
Die Zusammenfassung des Workshops sowie Präsentationen der Vortragenden können Sie hier downloaden:[nbsp]
Zusammenfassung des Arbeitskreises
Vortragsunterlagen von Christian Keuschnigg
Vortragsunterlagen von Julia Lane
"Effizienz von FTI-Investitionen", Aplbacher Technologiegespräche 2011
Bei Fragen, wenden Sie sich bitte an Herrn Priv.-Doz. Dr. Gerhard Reitschuler.
Innovationsstrategien und Wirkungsmonitoring am Beispiel Erneuerbare Energien, 28. Juni 2011, TU Wien, Festsaal
Um den großen Herausforderungen der Zukunft besser gerecht zu werden, sind Mitgliedsländer im Rahmen der internationalen Energieagentur (IEA) bereits heute angehalten, ihre Energiepolitik und ihre Energieforschungspolitik zu dokumentieren, zu analysieren und entsprechende Maßnahmen abzuleiten. Deshalb wird in Österreich regelmäßig die Energieforschungserhebung durchgeführt und die Technologie- und Wirtschaftsentwicklungen ausgewählter Schlüsselbereiche erhoben und interpretiert. Entsprechend den Empfehlungen der Energieforschungsstrategie des Rates für Forschung und Technologieentwicklung ist vorgesehen, ein umfassendes Monitoring und eine strategische Steuerung für die Energieforschung aufzubauen. Auch in der FTI-Strategie der Bundesregierung wird festgehalten, dass das Wirkungsmonitoring von FTI-Maßnahmen und die Entwicklung von strategischen Schwerpunktsetzungen ein essentielles Element für eine aktive Technologiepolitik darstellen.
Aus diesem Grund hat das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie in Kooperation mit dem Rat für Forschung und Technologieentwicklung sowie dem Klima- und Energiefonds die Veranstaltung „Innovationsstrategien und Wirkungsmonitoring am Beispiel Erneuerbare Energien“ organisiert. Damit sollten Entwicklungen der Sektoren Biomasse, Photovoltaik, Solarthermie und Wärmepumpen im Jahr 2010 veranschaulicht, über Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte der Nutzung fester Biomasse, biogener Kraftstoffe und Biogas in unterschiedlichen Energiepreisszenarien berichtet und technologische Perspektiven, Wachstums- und Exportpotenziale erneuerbarer Energiesysteme aufgezeigt werden. Dem wurden grundsätzliche Überlegungen des Innovationsmonitoring gegenübergestellt, um aufzuzeigen, welche Rolle diese gerade im Feld der Erneuerbaren Energien spielen könnten.
Die Veranstaltung begann mit einer Begrüßung und Eröffnung durch den Stellvertretenden Ratsvorsitzenden Univ.-Prof. DI Dr. Peter Skalicky und die Geschäftsführerin des KLI.EN, DI Theresia Vogel. Im Anschluss wurden die folgenden Vorträge gehalten:
Einführung
DI Michael Paula (BMVIT)
Die Entwicklung der Sektoren Biomasse, Photovoltaik, Solarthermie und Wärmepumpen im Jahr 2010
Dr. Peter Biermayr, TU Wien (Energy Economics Group)
Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte der Nutzung fester Biomasse, biogener Kraftstoffe und Biogas in unterschiedlichen Energiepreisszenarien
Dr. Lukas Kranzl (TU Wien, Energy Economics Group)
Technologische Perspektiven, Wachstums- und Exportpotenziale erneuerbarer Energiesysteme
DI Raphael Bointner (TU Wien, Energy Economics Group)
Kommentare zum Innovationsmonitoring - Methoden & Erfahrungen
Prof. Dr. Christoph Mandl (Universität Wien)
„Forschung und Innovation – Österreich an der Kippe?!“
Am 6. Juni 2011 luden Forschungsrat und Industriellenvereinigung zur Veranstaltung „Österreichische Forschungs- und Innovationspolitik in Zeiten wachsender globaler Dynamik“ im Wiener Haus der Industrie. ReferentInnen waren u.a. die Bundesministerin für Finanzen, Maria Fekter, der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft Deutschland, Hans-Jörg Bullinger, und der Direktor der Bereichs Wettbewerb, Industrie und Forschung des europäischen Rates in Brüssel, Jiří Buriánek.
„Die globale Dynamik und die daraus resultierenden großen gesellschaftlichen Herausforderungen haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verstärkt. Von der Politik wird daher erwartet, dass sie Lösungswege beschreitet und geeignete Rahmenbedingungen – auch für Forschung, Technologie und Innovation – schafft“, so der Ratsvorsitzende Dr. Hannes Androsch in der Einleitung zur Veranstaltung. Vor diesem Hintergrund diskutierte die hochkarätig besetzte Runde die bestehende erhebliche Lücke zwischen den Ergebnissen Österreichs und vergleichbarer europäischer Staaten in aktuellen Rankings und Statistiken, sowie die Möglichkeiten, den Reformstau in Österreich zu beenden und neue Dynamik zu gewinnen.
Übersicht über ReferentInnen und DiskussionsteilnehmerInnen (in alphabetischer Reihenfolge):
- Karl Aiginger (Leiter, Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung)
- Hannes Androsch (Vorsitzender, Österreichischer Rat für Forschung und Technologieentwicklung)
- Hans-Jörg Bullinger (Präsident, Fraunhofer Gesellschaft, Deutschland)
- Jiří Buriánek (Director, Competitiveness, Industry, Research & Information Society; European Council, Belgien)
- Peter Egger (Professor of Economics, ETH Zürich, Schweiz)
- Maria Fekter (Bundesministerin für Finanzen, Österreich)
- Caroline Fenwick (Assistant Director, Research Base Directorate, Department of Business, Innovation and Skills, Großbritannien)
- Ruperta Lichtenecker (Obfrau, Ausschuss des Nationalrates für Forschung, Innovation und Technologie im Parlament, Österreich)
- Gerhard Riemer (Bereichsleiter Bildung, Innovation und Forschung, Industriellenvereinigung, Österreich)
- Peter Skalicky (Stellv. Vorsitzender, Österreichischer Rat für Forschung und Technologieentwicklung)
- Veit Sorger (Präsident, Industriellenvereinigung, Österreich)
Neujahrsempfang 2011
Am 17. Jänner 2011 hat der Rat für Forschung und Technologieentwicklung zum Neujahrsempfang geladen.








Forschungsstrategie goes public
Als Abschlussveranstaltung für den Diskussionsprozess im Internet organisierte der Rat am 17. September 2009 eine unkonventionelle öffentliche Präsentation seiner Strategie 2020 im Vienna Knowledge Space. Unter dem Titel „Forschungsstrategie goes public: Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung präsentiert und diskutiert seine Vorschläge und Empfehlungen für das österreichische Forschungssystem" wurden individuelle Fragen mit der interessierten Öffentlichkeit debattiert.
Der Vienna Knowledge Space, in dessen Rahmen die Veranstaltung stattfand, ist eine Plattform für die Wissenschaftskommunikation im öffentlichen Raum. Er befindet sich im Resselpark vor dem Haupteingang der TU Wien und ist für alle BürgerInnen öffentlich zugänglich; die Teilnahme an den Diskussionen ist kostenlos.
Den zahlreichen PassantInnen und BesucherInnen stand als Gesprächspartner sowohl VertreterInnen des Rates als auch die MitarbeiterInnen der Geschäfsstelle zur Verfügung.
Weitere Informationen finden Sie auf www.k-space.at.
Ihr Kontakt in der Geschäftsstelle ist Johannes Gadner.
Alpbacher Technologiegespräche 2009: Arbeitskreis „An International Comparison of Research, Technology and Innovation Policy (RTI) - Strategies"
Im Rahmen der Alpbacher Technologiegesprächen 2009 hat der Rat für Forschung und Technologieentwicklung einen Arbeitskreis zum Thema „An International Comparison of Research, Technology and Innovation Policy (RTI) - Strategies" organisiert.
Die Erarbeitung von nationalen FTI-Strategien, deren Bedeutung für einzelne FTI-Systeme sowie deren Umsetzung im jeweiligen politischen Kontext standen im Zentrum des Arbeitskreises. In der Diskussion ging es um die jeweiligen Erfahrungen in Zusammenhang mit der Entwicklung FTI-politischer Strategien und die Voraussetzungen einer nachhaltigen Umsetzung vorgeschlagener Maßnahmen. Aus den Beiträgen kam zum Ausdruck, dass die Debatten über die Notwendigkeit FTI-politischer Strategien in den letzten Jahren international zunehmend an Bedeutung gewonnen haben: Nationale FTI-relevante „Policies" und spezifische „Science and Innovation Strategies" sind in den meisten OECD-Ländern nicht mehr wegzudenken. Daher wurde auch über die Strukturen der Governance diskutiert, die ein erfolgreiches FTI-System letztlich ausmachen. Bei der FTI-Goverance geht es schließlich nicht nur um Politik, sondern auch um das Zusammenspiel zwischen verschiedenen Akteuren, die gemeinsam Strategien, Ziele und Schwerpunkte für ein effizient funktionierendes FTI-System definieren.
Im Arbeitskreis referierten Knut Consemüller, Vorsitzender des österreichischen Rates für Forschung und Technologieentwicklung, Karin Kjaer Madsen, Generalsekretärin des Centre for Research Policy der Danish Agency for Science, Technology and Innovation, Antti Eskola, Wirtschaftsberater im Innovation Department des finnischen Ministeriums für Arbeit und Wirtschaft, Dervilla Donnelly, Ratsvorsitzende des Dublin Institute for Advanced Studies, Andrzej Jelenski, Mitglied des polnischen Wissenschaftsrates sowie Sabine Herlitschka, Bereichsleiterin Europäische und Internationale Programme in der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft. Der Arbeitskreis wurde von Ludovit Garzik, Geschäftsführer des Rates für Forschung und Technologieentwicklung, eröffnete und von Hannes Leo, Wirtschafsforscher und selbständiger Berater in Wien, geleitet und moderiert.
Den Schlußbericht über den Arbeitskreis können Sie hier herunterladen, Details zum Programm finden Sie hier.
Ihr Kontakt in der Geschäftsstelle ist Johannes Gadner.
Internationales Rätetreffen in Wien
Am 14. und 15. März 2009 hat auf Einladung des Rates für Forschung und Technologieentwicklung das diesjährige Treffen der Europäischen Forschungsräte in Wien stattgefunden.
Im Rahmen dieser jährlichen Treffen kommen die FTI-politischen Beratungsgremien der verschiedenen EU-Länder zusammen, um über gemeinsame Initativen und Strategien zu diskutieren. Generalthema des heurigen Treffens war anlässlich des laufenden Strategieprozesses des Rates "The Development of Long-term Innovation Strategies".
Eröffnet wurde der offizielle Teil des Treffens durch BM Hahn persönlich. 30 TeilnehmerInnen aus 15 EU-Ländern (u.a. Frankreich, UK, Niederlande, Luxemburg, Deutschland, Belgien, Irland, Dänmark, Finland, Griechenland, Polen, Litauen und Estland) kamen nach Wien. Als Keynote Speaker konnte eine Vertreterin des European Research Area Boards, Frau Prof. Zaneta Ozolina, Leiterin des Instituts für Politikwissenschaften der Universität Lettland, gewonnen werden, die einen Einblick in die aktuellen Entwicklungen und Zukunftsperspektiven des Europäischen Forschungsraumes gewährte.
Anlässlich des internationalen Rätetreffens organisierte der Rat außerdem ein Symposium zum Thema „FTI-Strategien im internationalen Vergleich/RTI-Strategies in international Comparison“, das am Nachmittag des Vortages stattfand.
Aus beiden Events wurden Anregungen und Anleihen für die Ausarbeitung der Strategie 2020 des Rates übernommen.
Ihr Kontakt in der Geschäftsstelle ist Constanze Stockhammer.
Internationales Symposium „FTI-Strategien im internationalen Vergleich"
Anlässlich des internationalen Rätetreffens im Mai 2009 in Wien organisierte der Rat ein internationales Symposium zum Thema „FTI-Strategien im internationalen Vergleich“.
Ziel des Symposiums war es, die Bedeutung strategischer Rahmenbedingungen für die FTI-Politik in unterschiedlichen europäischen Ländern zu analysieren und zu diskutieren, die wesentlichen Eckpunkte des Entwicklungsprozesses nationaler FTI-Strategien zu erörtern sowie Möglichkeiten der Umsetzung zu beleuchten.
Neben den TeilnehmerInnen des internationalen Rätetreffens nahmen vierzig ausgewählte Stakeholder am Symposium teil.
Am Podium referierten Dr. Knut Consemüller, Vorsitzender des Rates für Forschung und Technologieentwicklung, Prof. Dimitris Nanopoulus, Vorsitzender des National Council for Research and Technology, Griechenland, Dr. Gerard Coutin, Generalsekretär des Conseil Supérieur de la Recherche et de la Technologie in Frankreich sowie Dr. Carlo Duprel, Programme Manager des luxemburgischen Fonds National de la Recherche. Begrüßung und Moderation erfolgte durch Dr. Ludovit Garzik, Geschäftsführer des Rates für Forschung und Technologieentwicklung.
Ihr Kontakt in der Geschäftsstelle ist Johannes Gadner.
Lakritze gegen Influenza, Gentechnik als Spielkiste und die Erkenntnis, dass wir Gast im eigenen Körper sind.
Die FinalistInnen von FameLab Austria 2009 traten am 4. April im Technischen Museum gegeneinander an.
10 junge WissenschafterInnen (Details finden Sie hier) präsentierten ihre spannenden Forschungsprojekte und gaben neue Einblicke in die Welt der Wissenschaft. Eine Fachjury wählte die Gewinnerin des Tickets zum internationalen Bewerb in Großbritannien.
Die Gewinnerin von FameLab Austria 2009 heißt Lucia Aronica, Doktorandin am Institut für Molekulare Biologie am Campus Vienna Biocenter. Sie holte sich sowohl den 1. Platz des Jurypreises als auch den Publikumspreis. Die Preisverleihung erfolgte durch BM Johannes Hahn.
Beim internationalen Finale von FameLab im Rahmen des Cheltenham Science Festivals überzeugte Lucia Aronica neuerlich die Jury und belegte schließlich den dritten Platz .
Die Realisierung von FameLab Austria 2009 wurde vom Rat für Forschung und Technologieentwicklung unterstützt.
Am 23. März 2009 veranstalteten der Rat für Forschung und Technologieentwicklung und die Plattform Forschungs- und Technologieevaluierung einen Evaluierungstag zum Thema:
Evaluiert. Was nun?
Evaluierung als Instrument der Steuerung im Kontext der Governance von FTI-Politik.
Dieser gemeinsame Evaluierungstag fand zum 2. Mal statt und möchte den Stellenwert von Evaluationen für Interventionen in der FTI-Politik als Lern- und Steuerungsinstrument darstellen.
Internationale und nationale Experten bassten sich in ihren Beiträgen und den Diskussionen mit folgenden Fragestellungen und Themen: Evaluierung als Lerninstrument in Organisationen (lernende Organisation) und im Governancesystem; Vergleichbarkeit und Verwertung von Evaluierungsergebnissen; Welche Implikationen soll und kann die Umsetzung von Empfehlungen habe? Welche Faktoren könnten die Integration von Evaluierungsergebnissen in die Programme und ein "Rückspielen" in den Programmgestaltungs- und Politikprozess verbessern? Und: Wie bringt man unterschiedlichen Interessen unter "einen Hut"?
Hier finden Sie das Programm und die Fotogalerie des Tages sowie Beiträge der Vortragenden Cunningham, Ebersberger und Weber.
Durch diesen Evaluierungstag 2009 sollte ein weiterer Beitrag zur österreichischen Evaluierungskultur geleistet werden und aktuelle thematische Aspekte zum Thema diskutiert werden. Gemeinsam mit der Plattform Forschungs- und Technologieevaluierung hat der Rat für Forschung und Technologieentwicklung bereits im Dezember 2006 den 1. Evaluierungstag zum Thema "Exzellenz auswählen" veranstaltet.
Im Anschluss an den vom Rat für Forschung und Technologieentwicklung gemeinsam mit der Plattform Forschungs- und Technologieevaluierung organisierten Evaluierungstag 2009 fand ein vom Rat initiierter club research zum Thema Forschungsevaluierung statt.
club research: Feedback oder Feigenblatt:
Anspruch und Realität der Forschungsevaluierung
War das Motto des Abends. Vor dem Hintergrund des zwischenzeitlich sehr ausdifferenzierten Evaluierungssystems wurde darüber diskutiert, wie die Forschungs- und Technologiepolitik zeigen kann, dass die von ihr eingesetzten öffentlichen Mittel sich auch lohnen. Wie können Politikverantwortliche, ProgrammmanagerInnen und nicht zuletzt auch steuerzahlende BürgerInnen überprüfen, wie gut durch den Mitteleinsatz die gesetzten Ziele erreicht werden und wo es Verbesserungspotenzial gibt.
Das ist der Anspruch der Evaluierung. Und wie sieht die Realität aus? Was bewirken Evaluierungen, was geschieht mit ihnen? Wie reagiert die Forschungspolitik auf sie? Lässt sich ein steuernder Einfluss des Evaluierungssystems belegen? Können sich die SteuerzahlerInnen darauf verlassen, dass durch Evaluierung die Mittel besser eingesetzt werden?
Darüber diskutierten im club research unter anderem Patries Boekholt, Technopolis Group, Amsterdam, Ruperta Lichtenecker, Vorsitzende des Parlamentsauschusses für Forschung, Technologie und Innovation, Michael Binder, Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft, Michael Dinges, Joanneum Research und Martin Weber, Europäischer Rechnungshof.
Begrüßung und Einführung erfolgte durch Univ.-Prof. Dervilla Donnelly, Mitglied des Rates für Forschung und Technologieentwicklung.
Patries Boekholt hielt die Keynote.
Details zum Programm entnehmen Sie bitte folgendem PDF.
Hier finden Sie Presseberichte, Fotos und einen Audio Mitschnitt der Veranstaltung.
Ihr Kontakt in der Geschäftsstelle ist Ákos Kászoni.
Wissenschaft braucht Gesellschaft: Der Dialog als politische Agenda
Wissenschaft und Forschung sind fundamentale Bausteine für die Entwicklung unserer Gesellschaft. Sie können ihre Rolle aber nur erfüllen, wenn das Verhältnis zwischen Wissenschaft und Gesellschaft ein produktives ist. Voraussetzung dafür ist ein stetiger, vielschichtiger Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung hält dies für eine wesentliche politische Aufgabe im Rahmen einer gesamthaften Strategie für Forschung, Wissenschaft und Innovation in Österreich. Deshalb hat er eine vergleichende Untersuchung zu Modellen einer Politik der kommunikativen Vermittlung in verschiedenen Ländern beauftragt.
Diese Studie wurde im Rahmen eines Workshops mit internationalen Expertinnen und Experten präsentiert. Ein Diskussionsforum beschäftigte sich im Anschluss mit Zukunftsperspektiven im Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft aus der Sicht von Theorie und Praxis.
Mit der Enquete eröffnete der Rat eine neue Diskursplattform. Sie ist konzipiert als ein Forum der Auseinandersetzung mit wesentlichen Themen von Forschung, Wissenschaft, Innovation und Technologieentwicklung in Österreich. Der Blick über den Tellerrand, das Hereinholen internationaler Expertise, das Lernen an internationalen Benchmarks und die offene Diskussion aller Stakeholder sind ihre Bauprinzipien.
Die zugrundeliegende Studie können Sie hier herunterladen.
Ihr Kontakt in der Geschäftsstelle ist Bettina Ruttensteiner.
Diskussionsforum: Kulturelle Gräben und mentale Barrieren: Lücken in den Netzwerken der Forschung
Am 24. April 2008 fand auf Einladung des Rates für Forschung und Technologieentwicklung ein Diskussionsforum zum Thema "Kulturelle Gräben und mentale Barrieren: Lücken in den Netzwerken der Forschung" statt.
Dr. Harald Katzmair, der Leiter von FAS.research, präsentierte im Rahmen der Veranstaltung die gemeinsam von Rat, Österreichischer Forschungsförderungsgesellschaft und Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit in seiner Verantwortung für die Förderungsinitiative w-fForte beauftrage Studie „Netzwerke der Wissensproduktion“. Über die daraus abgeleiteten Thesen und Empfehlungen diskutierten im Anschluss Expertinnen und Experten aus Industrie und Wissenschaft.
Details zum Programm entnehmen Sie bitte dem folgendem pdf.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Constanze Stockhammer.


