Initiativen


Der Rat hat neben seinen strategischen Papieren und Einzelempfehlungen an die Bundesregierung eine Reihe von Initiativen zu verschiedenen Themen gesetzt.

Um einzelne Themen intensiv zu diskutieren und neue Konzepte zu entwickeln, richtet der Rat in flexibler Weise Arbeitsgruppen ein, deren Zusammensetzung von der jeweiligen Fragestellung abhängt. Üblicherweise treffen sich in einer Arbeitsgruppe Mitglieder des Rates und der Geschäftsstelle, Vertreter/innen der zuständigen Ministerien und Fachleute zum Thema. Zu manchen Themen wurden zudem Workshops mit den betroffenen Forscher/inne/n durchgeführt (z.B. Sozial- und Geisteswissenschaften, Nanowissenschaften, IPR, Biotechnologie), um deren Bedürfnisse kennenzulernen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Außerdem vergibt der Rat für spezielle Fragestellungen auch Aufträge für Studien an externe ExpertenInnen.

Die bisherigen Initiativen befass(t)en sich mit folgenden Themen:

Energieforschungsstrategie

Expertenpapier "Energieforschungsstrategie für Österreich"

Strategie 2020

IKT-Forschungs- und Entwicklungsstrategie 2020

Exzellenzstrategie

Neue Wege in der Kooperation von Bund und Bundesländern

Evaluierung und Monitoring

Frauen in Forschung und Technologie

Geistiges Eigentum - Intellectual Property Rights (IPR)

Public Awareness

Stipendien

Unternehmensgründungen

Stärken und Zukunftsfelder

Biotechnologie

Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT)

Forschung für eine Nachhaltige Entwicklung (FORNE)

Nanowissenschaften und -technologien (NANO)

Sozial-, Geistes- und Kulturwissenschaften

Sind Sie an einem Thema interessiert, dann klicken Sie es an, um zu weiteren Informationen zu gelangen. Auch in den Tätigkeitsberichten des Rates finden Sie Beschreibungen der Initiativen.


Energieforschungsstrategie

Hintergrund

Die Bedrohung durch den Klimawandel und die Verknappung der fossilen Ressourcen verlangen nachhaltige Veränderungen in unserem Energiesystem. Die hohe Erwartung an der Entwicklung neuer Technologien und der damit verbundene Einfluss auf unsere Gesellschaft verlangt daher keine halbherzigen Lösungen, sondern eine Jahrhundertanstrengung. Um diese Herausforderungen zu bestehen, sollte Österreichs Energieforschung in die Lage versetzt werden, auf europäischem und internationalem Spitzenniveau zu forschen. Nach Ansicht des Rates für Forschung und Technologieentwicklung braucht es - in Abwandlung des Zitats der IEA - eine Energieforschungsrevolution!

Unser Umgang mit Energie, neue und optimierte Lösungen zur Energiegewinnung und die ansteigende Nutzung erneuerbarer Energiequellen wird sicherlich schon für die nächsten Generationen einen großen Einfluss darauf haben, wie elegant bzw. mit wie viel Spielraum der Ausstieg aus der fossilen Energieversorgung möglich wird.

Eine besondere Bedeutung für die Sicherung der zukünftigen Energieversorgung kommt dabei einer klaren Steigerung der Energieeffizienz zu, die den Schlüssel für eine nachhaltige Energieversorgung mit erneuerbaren Ressourcen in den kommenden Jahrzehnten darstellt. Um den Energieverbrauch maßgeblich zu reduzieren ist es einerseits notwendig, durch eine intensivierte Forschung u.a. effiziente Lösungen für Logistik und Mobilitätssysteme, Energieversorgung von Gebäuden, Transport und industrielle Prozesse zu entwickeln, gleichermaßen muss auch der Ausbau erneuerbarer Energien vorangetrieben und neue Technologien entwickelt werden.

Der erfolgreiche Einsatz ist dabei stark von ökonomischen Faktoren abhängig. Hier ist vor allem die Politik gefordert Steuerungsmechanismen zu entwickeln, um ein soziales Ungleichgewicht durch steigende Energiekosten zu verhindern.

Die Energieforschungsstrategie des Rates für Forschung und Technologieentwicklung wurde im Rahmen einer intensiven, von partizipativen Prozessen geprägten Diskussion in mehreren Schritten entwickelt. Die Inhalte von ExpertInnengesprächen und -Workshops führten dabei im August 2009 zur Erstellung eines vorbereitenden ExpertInnenpapiers zu diesem Thema, welches in enger Kooperation mit dem BM für Verkehr, Innovation und Technologie und der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technologie erfolgte.

Auf Basis dieses Papiers wurde im Februar und März 2010 ein mehrwöchiger, öffentlicher und stark frequentierter Online-Konsultationsprozess durchgeführt. Die hohe Beteiligung an dieser Diskussion spiegelte die Bedeutung einer gesicherten als auch ökonomisch und ökologisch nachhaltigen Energieversorgung wider. Das Ergebnis aus den zahlreichen Beiträgen, Kommentaren und Stellungnahmen konnte wiederum mit ExpertInnen aus Ressorts, Forschungsförderagenturen und Wissenschaft in einem abschließenden Workshop eingehend diskutiert werden. Die Ausarbeitung und Zusammenfassung der wertvollen Hinweise und wesentlichen Inputs aus dem gesamten Diskussionprozess lieferten somit die Grundlage für die Energieforschungsstrategie und den darin vorgestellten Vorschlägen und Empfehlungen des Rates für Forschung und Technoologieentwicklung.

Sie können die Energieforschungsstrategie hier als pdf-Dokument (2,1 MB) herunterladen. Falls Sie eine gedruckte Fassung wünschen, wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle des Rates.

Nähere Information erhalten Sie von Johannes Gadner.

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Expertenpapier „Energieforschungsstrategie für Österreich“

Hintergrund

Das heutige Energiesystem steht vor bisher nicht gekannten Herausforderungen: Um dem Klimawandel effizient zu begegnen, gleichzeitig den steigenden Energiebedarf zu befriedigen und die nachhaltige Versorgungssicherheit zu garantieren, bedarf es grundlegender Veränderungen. Die Internationale Energieagentur (IEA) hat das in ihrem „World Energy Outlook 2008“ auf den Punkt gebracht: „Das Welt-Energiesystem ist an einem Wendepunkt angelangt. […] Notwendig ist nichts weniger als eine Energierevolution.“ Diese „Energierevolution“ basiert wesentlich auf einem Strukturwandel. Man spricht von einem innovationsseitigen Umbau des Energiesystems. Neue Technologien spielen bei diesem Strukturwandel eine zentrale Rolle. Nur langfristig ausgerichtete Maßnahmen im Forschungs-, Technologie- und Innovationsbereich können entscheidend zur Lösung der Fragen eines nachhaltigen, neuen Energiesystems beitragen.

Expertenpapier für den Energieforschungsbereich

In seiner „Strategie 2020“ definiert der Rat für Forschung und Technologieentwicklung das Thema Energie als wichtigen Schwerpunkt des österreichischen FTI-Systems. Der Rat empfiehlt, dem Thema Energieforschung hohe Priorität beizumessen und möglichst rasch eine übergreifende Strategie unter Einbeziehung aller Akteure und Programme zu erarbeitet. Daher hat der Rat als ersten Schritt die Weiterentwicklung des vom BMVIT initiierten Strategieprozesses e2050 unterstützt und in Kooperation mit dem BMVIT, der Austrian Energy Agency und der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik ein Expertenpapier „Energieforschungsstrategie für Österreich: Vorschläge für Maßnahmen im Bereich Forschung, Technologie und Innovation“ konzipiert. Der Rat versteht dieses Papier als Diskussionsgrundlage für eine zukunftsorientierte Ausgestaltung der österreichischen Energieforschung. Es enthält die aus Sicht der Autoren wichtigsten Aspekte einer zukunftsorientierten Energieforschung in Österreich. Darunter fallen vor allem Governance-Fragen, die Performance des Fördersystems, thematische Prioritäten und Schwerpunktsetzungen sowie Budgetentwicklungen. Eine entsprechende Forschungsinfrastruktur und Human Ressourcen sind wesentliche Voraussetzungen für eine langfristig erfolgreiche Energie-Innovationspolitik. Aber auch internationale Kooperationen sind ein Aspekt mit steigender Bedeutung. Last but not least können innovationsfördernde Rahmenbedingungen (aus anderen Politikbereichen) für die erfolgreiche Umsetzung entscheidend sein und werden entsprechend thematisiert. Die nun notwendige und hoffentlich bald folgende Diskussion gerade auch in Zusammenhang mit der entstehenden Energiestrategie Österreich von BMWFJ und BMLFUW soll dazu beitragen, die vorgeschlagenen Maßnahmen und Empfehlungen zu konkretisieren und umzusetzen.

Sie können das Expertenpapier "Energieforschungsstrategie für Österreich" als pdf-Dokument herunterladen. Falls Sie eine gedruckte Fassung wünschen, wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle des Rates.

Ihr Kontakt in der Geschäftsstelle ist Johannes Gadner.

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Strategie 2020 – Forschung, Technologie und Innovation für Österreich

Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung hat am 24. August 2009 die Strategie 2020 mit Vorschlägen und Empfehlungen für die zukünftige Entwicklung des österreichischen Innovationssystems vorgelegt

Seiner Vision entsprechend, Österreich in den kommenden Jahren als erfolgreiche und international anerkannte Innovationsnation zu etablieren, hat der Rat unter Beteiligung von VertreterInnen von Ministerien, Förderagenturen, Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie einer Vielzahl von Repräsentanten der FTI-Community strategische Leitlinien für die Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik in Österreich erarbeitet und an die Bundesregierung übergeben. Diese Leitlinien sollen - gerade auch in den Turbulenzen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise - der generellen Orientierung in den kommenden Jahren dienen.

Sie können die Strategie 2020 als pdf-Dokument herunterladen. Die Executive Summary erhalten Sie hier. Falls Sie eine gedruckte Fassung wünschen, wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle des Rates.

Hintergrund

Bereits Anfang 2008 hat der Rat gemäß seinem gesetzlichen Auftrag den Beschluss gefasst, eine langfristige Strategie für den Zeithorizont bis 2020 zu erarbeiten. Daraufhin hat die Geschäftsstelle unter Einbeziehung externer Studien und Analysen einen Arbeitsentwurf der Strategie 2020 konzipiert, der im Mai 2009 präsentiert und einer breiten öffentlichen Diskussion unterzogen wurde.

Das vorliegende Strategiedokument basiert auf einer Vielzahl von Diskussionsbeiträgen, Kommentaren und Stellungnahmen, die in Zusammenhang mit der öffentlichen Diskussion der Strategie 2020 eingegangen sind. Die Beteiligung der FTI-Community an der Diskussion war erfreulicherweise sehr intensiv: Rund 50.000 Zugriffe mit einer durchschnittlichen Verweildauer auf der Seite von mehr als 16 Minuten wurden verzeichnet. Mehr als 400 UserInnen haben sich registriert und an der Diskussion teilgenommen. Dabei gab es sowohl konstruktive Kritik als auch eine Vielzahl innovativer Vorschläge. Details zum Diskussionsprozess und eine umfassende Dokumentation der vielfältigen Aktivitäten finden Sie auf www.forschungsstrategie.at.

Zusätzlich haben zentrale Institutionen wie AIT, FWF, FFG, etc. inhaltliche Stellungnahmen zum Strategieentwurf abgegeben. Darüber hinaus lieferte eine Vielzahl bilateraler Gespräche mit RepräsentantInnen der für Wissenschaft, Forschung, Technologie und Innovation verantwortlichen Ressorts, aber auch VertreterInnen von Universitäten, anderen Forschungseinrichtungen sowie der gesamten FTI-Community wesentliche Inputs zur Konkretisierung der Strategie. Alle diese Beiträge wurden gesichtet, zusammengefasst und in mehreren Sitzungen des Rates intensiv diskutiert. Die Auseinandersetzung mit den eingelangten Vorschlägen bildete die Entscheidungsgrundlage dafür, welche Themen in den Gesamtentwurf eingeflossen sind.

Mit der Überreichung der Strategie 2020 an die Bundesregierung bei den Alpbacher Technologiegesprächen 2009 schließt der Rat den Strategieentwicklungsprozess ab und öffnet die Tore für die Umsetzung der Empfehlungen. Auf www.forschungsstrategie.at können Sie sich weiterhin über aktuelle Aktivitäten rund um die Strategie 2020 sowie über die Umsetzung von Empfehlungen informieren.

Nähere Information erhalten Sie von Johannes Gadner.

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IKT-Forschungs- und Entwicklungsstrategie 2020

Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung hat gemeinsam mit den zuständigen Bundesministerien für Verkehr, Innovation und Technologie, Wirtschaft und Arbeit sowie Wissenschaft und Forschung eine ressortübergreifende Strategie für die österreichische IKT-Forschung & -Entwicklung mit Strategiehorizont 2020 ausgearbeitet.

Sie können die IKT-F&-E-Strategie als pdf-Dokument herunterladen. Das Executive Summary erhalten Sie hier. Falls Sie eine gedruckte Fassung wünschen, wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle des Rates.

An der Spitze ist noch Platz

Österreich hat gute Chancen, im Bereich der IKT-Forschung ins internationale Spitzenfeld aufzurücken. Sowohl an Universitäten als auch in Unternehmen verfügen wir über internationale Forschungsstärkefelder, u.a. in den Bereichen Embedded Systems, Mikroelektronik, Visual Computing, Semantische Systeme, Quanteninformatik oder Optoelektronik.

Die Vision: Im Jahr 2020 ist Österreich, bezogen auf die F&E-Intensität des Unternehmenssektors, unter den Top 3 aller EU-Länder – und damit in der internationalen Spitzengruppe der IKT-Nationen. Dafür braucht es einen ressortübergreifenden strategischen Rahmen, damit Österreich mit klarem Profil als ausgezeichneter IKT-Forschungsstandort positioniert wird. Das ist auch wichtig, um die nationalen Stärken weiter zu fördern, ausreichend qualifizierte Forscherinnen und Forscher zu gewinnen und mit entsprechenden Rahmenbedingungen die Innovationsfähigkeit von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen weiter zu stärken.

Viele Wege führen ans Ziel

Der Sprung an die Spitze erfordert unterschiedliche Maßnahmen, die zusammen genommen den entscheidenden Schub liefern. Vor allem anderen brauchen wir schon jetzt ausreichend qualifiziertes Forschungspersonal und eine Abstimmung von Forschungsschwerpunkte in Unternehmen und an Hochschulen. Die Wirtschaft ist dort stark, wo es die Universitäten nicht sind – und umgekehrt. Hier braucht es einen Ausgleich. Weiters bedarf es zur Förderung der Humanressourcen eine breite Verankerung von IKT in den schulischen Lehrplänen bis hin zur Steigerung der EinsteigerInnen- und AbsolventInnenzahlen bei IKT-Studien. Und: Österreich muss IKT-Einwanderungsland werden. Das erfordert auch einladendere Rahmenbedingungen und einen besseren Service für ausländische Forscherinnen und Forscher, die bei uns leben und arbeiten wollen

Vom Wunsch zur Wirklichkeit

Die Umsetzung der österreichischen Forschungs- und Entwicklungsstrategie 2020 kann nur funktionieren, wenn alle an einem Strang ziehen sowohl inhaltlich als auch finanziell: die verantwortlichen Ressorts, Forschungseinrichtungen, Unternehmen, Forschungsförderer sowie Forscherinnen und Forscher. Bis zum Jahr 2020 wird eine Gesamtfinanzierung für IKT-F&E von mindestens 0,8% des BIP angestrebt. Der Unternehmensanteil soll dabei bei 83% liegen. Bei einer angenommenen Steigerung des F&E-Unternehmensanteiles von 8% jährlich und einem jährlichen BIP-Wachstum von 4,1% entspricht das im Jahr 2020 einem Unternehmensanteil von etwa 3,3 Mrd. € und 650 Mio. € seitens der öffentlichen Hand

Wie profitiert Österreich?

Die Umsetzung der IKT-Forschungs- und Entwicklungsstrategie 2020 bringt Österreich neben einem internationalen Reputationsgewinn durch einen Spitzenplatz im IKT-F&E-Ranking einen kräftigen Zuwachs an Wirtschaftsdynamik. Die Auslandsumsätze der österreichischen IKT-Unternehmen werden sich von 12 Mrd. € im Jahr 2006 weiter erhöhen mit steigendem Anteil der KMUs. Besonders hervorzuheben ist die Rolle von IT als Jobmotor in Österreich. Insgesamt beläuft sich die Zahl der Arbeitsplätze, die direkt und indirekt den IT zuzuordnen sind, auf rund 170.000. IKT trägt bereits jetzt 45% zum Produktivitätswachstum in der EU bei; 0,8% des Wirtschaftswachstums der OECD-Staaten sind allein auf IKT-Investitionen zurückzuführen - Tendenz steigend. Österreich muss daher seine hervorragenden Chancen nutzen, um die Wirtschaftsdynamik und Wertschöpfung in diesem Bereich nachhaltig zu sichern.

Nähere Information erhalten Sie von Constanze Stockhammer.

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Exzellenzstrategie

Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung hat zu Beginn der Alpbacher Technologiegespräche 2007 seine Exzellenzstrategie präsentiert. Ziel der Exzellenzstrategie ist es, die Qualität und Attraktivität des Forschungs- und Technologiestandorts Österreich zu heben und seine internationale Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Das vorliegende Strategiedokument ist ein Meilenstein in einem laufenden Prozess und gibt einen Überblick über alle bisherigen Aktivitäten und daraus resultierende Strategieelemente. Diese sollen als Basis dafür dienen, die Qualität im gesamten österreichischen Innovationssystem zu steigern und zugleich mehr Forschungsthemen, -projekte und -teams in weltweite Spitzenpositionen zu bringen. Gleichzeitig darf aber keinesfalls die Bedeutung eines breiten Fundaments vernachlässigt werden – eine notwendige Voraussetzung für die Entstehung von Spitzenleistungen.

Sie können die Exzellenzstrategie als pdf-Dokument herunterladen. Die Executive Summary erhalten Sie hier. Falls Sie eine gedruckte Fassung wünschen, wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle des Rates.

Hintergrund

In seiner im Jahr 2005 veröffentlichten Strategie 2010 hat der Rat die Ausformulierung einer Exzellenzstrategie für alle Ebenen und alle Durchführungssektoren als notwendigen Schritt für die Weiterentwicklung des nationalen Innovationssystems gefordert. Mit dieser Empfehlung hat der Rat einen entscheidenden Impuls gesetzt und andere forschungs- und innovationspolitische Akteure dazu aufgefordert, selbst Elemente einer Exzellenzstrategie für ihren jeweiligen Verantwortungsbereich zu formulieren. Resultate sind unter anderem das von BMVIT und BMWFJ gemeinsam mit der FFG entwickelte COMET-Programm, die vom FWF im Auftrag des BMWF konzipierte „Exzellenzinitiative Wissenschaft“ und das „Institute of Science and Technology - Austria“ (I.S.T. AUSTRIA). Der Rat begrüßt diese Initiativen, denn er betrachtet die Exzellenzstrategie als laufenden Prozess, in dem sich alle beteiligten Akteure langfristig verpflichten sollen.

Der Rat selbst hat am 24.2.2006 im Techgate Wien eine Open Space Konferenz zum Thema Exzellenz organisiert, bei der an die 100 TeilnehmerInnen mitgewirkt haben. Im Anschluss daran wurden drei Teilstudien zur Definition von Exzellenz in Auftrag gegeben. Details dazu finden Sie hier. Gemeinsam mit dem BMWF, dem BMWFJ und dem BMVIT gestaltete der Rat im Rahmen der Alpbacher Technologiegespräche 2006 einen Arbeitskreis mit dem Titel „Exzellenz, eine Frage des Geschlechts?“. Außerdem hat der Rat gemeinsam mit der Plattform Forschungs- und Technologieevaluierung am 15. Dezember 2006 einen Evaluierungstag zum Thema „Exzellenz auswählen“ veranstaltet. Details dazu finden Sie hier.

Nach eingehender Auseinandersetzung mit allen vorliegenden Ergebnissen hat der Rat die existierenden Beiträge in ihrer Gesamtheit analysiert und mit weiteren Elementen und eigenen Vorschlägen zentrale Eckpunkte einer Exzellenzstrategie definiert. Dabei wurden auch globale Trends, internationale Benchmarks und nationale Entwicklungen für die Ausarbeitung von Handlungsoptionen herangezogen.

Ziel der Exzellenzstrategie ist es, sowohl die Qualität der Forschung in Österreich insgesamt zu heben als auch Spitzenforschung auf internationalem Niveau in Österreich in größerem Umfang zu ermöglichen. Dadurch soll die Qualität und Attraktivität des FTI-Sandorts Österreich gesteigert und seine internationale Wettbewerbsfähigkeit verbessert werden.

Nähere Information erhalten Sie von Johannes Gadner.

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Neue Wege in der Kooperation von Bund und Bundesländern

Das Mehrebenensystem hat in den letzten eineinhalb Dekaden eine schrittweise Erweiterung um die regionale Ebene erfahren. Angestoßen u.a. durch (i) verschiedene Instrumente der EU-Regionalpolitik, (ii) das Konzept der Regionalen Innovationssysteme und (iii) durch Impulse des Bundes insbesondere im Rahmen der „Strukturprogramme“ wurde die regionale Politik vermehrt um Elemente einer FTI-Politik angereichert. Gleichzeitig sind mit der verstärkten Rolle der Länder im Bereich FTI eine Vielzahl von Strukturen mit zum Teil subkritischen Lösungen entstanden. Diese Tendenzen der unkoordinierten Verdoppelung von Instrumenten, Strukturen etc. spiegeln sich auch in den Themensetzungen ohne konsistenten, länderübergreifenden Kooperationen. Daneben ist immer wieder eine regional durchgeführte Wissenschafts- und Forschungsförderung in kleinerem Umfang zu finden, wobei vielfach die Gefahr besteht, dass dabei die hohen inhaltlichen Anforderungen der Bundesförderungen durch die Länder unterlaufen werden.

Die Abstimmung von Forschungs- und Technologiepolitik zwischen Bund und Bundesländern ist nicht sehr ausgeprägt. Koordination zwischen Bund und Ländern erfolgt nicht auf einer übergreifenden strategischen Ebene, sondern lediglich im Rahmen einzelner Programme und Initiativen. Insgesamt gibt es kein zufriedenstellendes FTI-politisches Lernsystem, welches die Länderebene ausreichend einbezieht. Gerade für Länder mit einer großen Zahl von FTI-politischen Akteuren wäre jedoch eine Vertiefung des FTI-Policy Know-hows von Bedeutung.

Vor diesem Hintergrund hat im Jahr 2006 eine Arbeitsgruppe des Rates gemeinsam mit engagierten Bund- und Bundesländervertretern die Bedingungen und wesentlichen Komponenten einer erfolgreichen Kooperation ausgearbeitet. Ergebnis war die Etablierung einer institutionalisierten Form der regelmäßigen Zusammenarbeit zwischen Vertretern der Bundes- und Bundesländeragenturen im FTI-Bereich in Form der "Plattform FTI Österreich". Die zentrale Herausforderung bestand vor allem darin, aus den Bundesländern und seitens des Bundes eine Kerngruppe zur Forschung und Technologieentwicklung zu etablieren, die ausreichende Kontinuität und politische Verbindlichkeit aufweist.

Die „Plattform FTI Österreich“ ist als zweimal jährlich stattfindendes Treffen fix nominierter VertreterInnen der Bundesländer und Bundesagenturen (AWS, FFG und FWF) sowie des Rates konzipiert, die sich im Rahmen der Plattform zu inhaltlichen und strukturellen Fragestellungen der Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik austauschen. Die TeilnehmerInnen wurden von den jeweiligen BundesministerInnen und Landeshauptleuten nominiert. Eine Stellvertretungsmöglichkeit ist nicht vorgesehen. Basierend auf einem rotierenden Prinzip ist jedes Bundesland einmal Gastgeber der Plattform, bevor es nach der Bundeshauptstadt in die nächste Runde geht. Die konstituierende Sitzung hat unter zahlreicher Beteiligung aller nominierten VertreterInnen am 20./21. Juni 2007 in Linz statt gefunden.

Ihr Kontakt in der Geschäftsstelle ist Walter Schneider.

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Evaluierung und Monitoring

Evaluierung und Monitoring kommen im Selbstverständnis des Rates eine zentrale Funktion bei der Weiterentwicklung Nationaler Innovationssysteme zu. Der Rat ist daher auch 2005 der Plattform für Forschungs- und Technologieevaluierung (Fteval) beigetreten. Seit ihrer Gründung 1996 in Form einer losen Kooperation hat sich die Plattform Forschungs- und Technologieevaluierung zum Ziel gesetzt, Evaluierungsansätze und -methoden zu präsentieren, die aktuelle Evaluierungspraxis im internationalen Vergleich zu diskutieren und damit einen Beitrag zur Entwicklung einer „Evaluierungskultur" auch in Österreich zu leisten. Die Mission der Plattform Forschungs- und Technologieevaluierung ist es, mehr, bessere, transparentere Evaluierungen für eine bessere strategische Planung der F&E-Politik in Österreich zu erreichen und so gemeinsam mit den österreichischen technologie- und forschungspolitischen Entscheidungsträgern eine Evaluierungskultur zu entwickeln.

Die Plattform für Forschungs- und Technologieevaluierung hat in Zusammenarbeit mit dem Rat 3 Module zur Hebung der Evaluierungskultur erarbeitet. Diese Arbeit wurde im Jänner 2004 abgeschlossen und Sie können die Module im folgenden herunterladen:

Auf Basis dieser drei Gutachten hat der Rat u.a. am 12 April 2005 eine Empfehlung zu Evaluierung und Monitoring (pdf-Datei, 159kB) ausgesprochen. Die Empfehlung versteht sich als Zusammenfassung des Diskussionsprozesses mit den VertreterInnen der Plattform.

Nähere Information erhalten Sie von Ákos Kászoni.

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Frauen in Forschung und Technologie

Trotz des Mangels an qualifizierten Menschen in Wirtschaft und Forschung sind Frauen unterrepräsentiert; das gilt sowohl in einschlägigen Ausbildungen als auch in der Praxis und ganz besonders in naturwissenschaftlichen und technischen Disziplinen, in der industriellen F&E sowie in Führungspositionen.

Auf Initiative des Rates haben die Ministerien BMBWK und BMVIT im Herbst 2001 ein gemeinsames Konzept zur Förderung von Frauen in Forschung und Technologie vorgelegt: FFORTE umfasst Maßnahmen zur Frauenförderung während aller Phasen des Bildungsweges bis hin zum Abbau von systemimmanenten Karrierehindernissen während einer wissenschaftlichen Laufbahn. Seit Anfang 2004 beteiligt sich auch das BMWA an FFORTE; viele der Maßnahmen binden weitere strategische Partner ein, etwa Universitäten, Bundesländer und andere.

Der Rat hat 3,63 Mio.Euro aus dem im Offensivprogramm I zusätzlich zu den bereits vorhandenen Mitteln der Ressorts für die Startfinanzierung von FFORTE in den Jahren 2002 und 2003 empfohlen; für die Jahre 2004 bis 2006 hat er aus dem Offensivprogramm II insgesamt 12,79 Mio.EUR empfohlen.

Die Maßnahmen im Rahmen von FFORTE laufen erfolgreich, mehr Information finden Sie unter www.fforte.at.

Ein weiteres wichtiges Instrument zur Gleichstellung von Frauen ist das Gender Mainstreaming. Im Dezember 2003 hat der Rat eine interministerielle Arbeitsgruppe beauftragt, speziell für das Gender Mainstreaming in der FTI-Förderung gemeinsame Standards zu entwickeln. Die Arbeitsgruppe hat, aufbauend auf den Erfahrungen der einzelnen Ressorts, eine erweiterbare Mappe zusammengestellt. Diese enthält Leitfäden und Handlungsanweisungen, anhand derer die Programmverantwortlichen in Ministerien und Fördereinrichtungen ihre Fördermaßnahmen so gestalten können, dass sie den Anforderungen des GM entsprechen. Die Mappe wird weiterhin von der Arbeitsgruppe betreut. Der Rat hat dieses Ergebnis in seiner Sitzung am 22. Februar zustimmend zur Kenntnis genommen und die vorgeschlagene Vorgangsweise zur Umsetzung empfohlen (die Empfehlung im Wortlaut zum download als pdf-Datei).

Nähere Informationen erhalten Sie von Bettina Ruttensteiner-Poller.

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Geistiges Eigentum - Intellectual Property Rights (IPR)

Die Arbeitsgruppe IPR hat ihre Arbeit abgeschlossen. In seiner 15. Sitzung am 14.2.2003 hat der Rat eine umfassende Empfehlung (pdf-Format) abgegeben.

Weitere Informationen erhalten Sie von Johannes Gadner.

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Public Awareness

Das Programm Innovatives Österreich soll das Verständnis der Öffentlichkeit für den Nutzen von Forschung und Entwicklung erhöhen. Mehr als 50 Veranstaltungen in allen Bundesländern, Inserate und Hörfunkspots sowie ein fliegendes Fragenteam luden die Bevölkerung ein, Fragen rund um Innovation und Forschung zu stellen. Die Internet-Plattform www.innovatives-oesterreich.at bot Informationen über Projekte und Veranstaltungen und gab die Gelegenheit, sich durch Fragen direkt zu beteiligen. Beantwortet wurden die Fragen der Bevölkerung dann von einem Redaktionsteam aus Wissenschafterinnen und Wissenschaftern und innovationsbegeisterten Menschen. Dieser Ansatz ging über übliche Informationskampagnen weit hinaus, denn es wurde nicht nur über die Erfolge und Leistungen der österreichischen Forschung informiert. Vielmehr setzte innovatives-oesterreich.at vor allem auf Dialog und aktive Beteiligung, weil Innovation faktisch alle BürgerInnen betrifft.

Die erste Programmphase begann 2002 und wurde 2004 abgeschlossen. Die zweite Programmphase wurde am 19.9.2005 der Öffentlichkeit vorgestellt und lief von 1. Oktober 2005 bis Ende 2006.

Die Initiative wird von den Bundesministerien für Wissenschaft und Forschung (BMWF), für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT), für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) und vom Rat für Forschung und Technologieentwicklung getragen. Die Sozialpartner sowie Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft unterstützen die Kampagne. Als großzügiger Sachsponsor für die Website wurde IBM Österreich gewonnen.

Erster Programmpunkt war die Lange Nacht der Forschung am 1. Oktober 2005 in Innsbruck, Linz und Wien. Unter dem Motto "into science!" öffneten mehr als 70 Forschungseinrichtungen die Türen zu ihren Labors. Weitere Information zu diesem Projekt finden Sie auch hier: www.langenachtderforschung.at

Ihre Kontaktperson in der Geschäftsstelle ist Walter Schneider.

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Reform der Stipendien des Bundes

Der Rat hat eine Arbeitsgruppe zur Stipendienreform mit dem Auftrag eingesetzt, die Stipendienprogramme des Bundes zu prüfen und Vorschläge für strukturelle und inhaltliche Reformen auszuarbeiten.

Die Arbeitsgruppe tagte unter der Leitung von Prof. Bonn (Stv. Ratsvorsitzender) fünfmal von Januar bis November 2004 und hat ihre Arbeit mit einem Endbericht an den Rat abgeschlossen. Mitglieder waren in erster Linie die zuständigen RessortvertreterInnen von BMBWK, BMVIT und BMAA, KoordinatorInnen von Stipendiennetzwerken sowie Mitglieder und MitarbeiterInnen des Rates. Am 24.6.2004 fand außerdem eine Diskussion der Arbeitsgruppe mit VertreterInnen der programmdurchführenden und programmabwickelnden Institutionen sowie der Universitäten und Fachhochschulen statt. Die Arbeitsgruppe hat eine Bestandsaufnahme der Bundesstipendien gemacht und eine Stärken-Schwächen-Analyse vorgenommen. Auf dieser Grundlage hat der Rat am 18. Jänner 2005 eine Empfehlung ausgesprochen. Diese Empfehlung im Wortlaut finden Sie hier.

Weitere Informationen erhalten Sie von Anton Graschopf.

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Unternehmensgründungen

Bereits zu Beginn seiner Arbeit hat der Rat sich mit dem Thema Unternehmensgründungen befasst. Im Herbst 2004 hat der Rat das Thema der Gründungs- und Wachstumsfinanzierung wieder aufgegriffen und eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Ihre Aufgabe war es, eine Empfehlung zum Thema vorzubereiten. Darüber hinaus sollten die zentralen Ergebnisse in die "Strategie 2010", eine Weiterentwicklung des NAFIP, einfließen. Der Rat für FTE hat am 8. Juli auf Basis der Beratungen in der Arbeitsgruppe eine Empfehlung zur Gründungs- und Wachstumsfinanzierung beschlossen.

Die gesamtwirtschaftliche Bedeutung von jungen innovativen und wachsenden Unternehmen liegt sowohl in ihren Beiträgen zu Beschäftigung und Wertschöpfung als auch in den mit ihnen verbundenen indirekten Effekten. Trotz der erfreulichen Entwicklung der letzten Jahre – so ist die Zahl der Unternehmen, die auch Forschung und Entwicklung betreiben, in beinahe allen Wirtschaftszweigen angestiegen – ist in Österreich noch immer ein Strukturdefizit in Form vergleichsweise geringer Spezialisierung auf dynamische, technologieorientierte Branchen festzustellen. Dieses Strukturdefizit kann langfristig die Wachstumsaussichten der österreichischen Wirtschaft beeinträchtigen.

Das Engagement der öffentlichen Hand ist deshalb gefordert, weil das österreichische Gründungsgeschehen im internationalen Vergleich gerade im Hinblick auf technologische und wissensintensive Gründungen noch immer Defizite aufweist; insbesondere was die erforderliche Risikobereitschaft der beteiligten Akteure, aber auch die strukturellen Rahmenbedingungen betrifft. Die vielfältigen Anforderungen bei der Unternehmensgründung und der Bewältigung der ersten Wachstumsphasen sowie eine insgesamt nicht leicht überschaubare Förderlandschaft stellen potentielle GründerInnen und JungunternehmerInnen oft vor kaum lösbare Probleme. In der letzten Dekade hat die öffentliche Hand sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene eine Vielzahl von Förder- und Unterstützungsangeboten etabliert, um die Gründungsdynamik zu verbessern. Die verfügbaren Unterstützungsangebote, unterscheiden sich in Inhalt (z.B. Rechtsfragen, Finanzierung, Marketing, IP), Tiefe der Beratung und Betreuung (Information, Tools, Umsetzungsunterstützung), Betreuungsdauer (von einige Stunden bis zu über 1,5 Jahre), in den Kosten sowie in der Höhe der möglichen Förderung für den/die GründerIn und JungunternehmerIn.

Im Rahmen einer vom Rat 2008 beauftragten Studie zum österreichischen Gründungsgeschehen und daran anschließender Arbeitsgruppendiskussionen mit relevanten Stakeholdergruppen wurden die bestehenden Unterstützungsmaßnahmen im Rahmen einer gesamthaften Betrachtung des Gründungsgeschehens auf ihre Effizienz und ihr Zusammenspiel überprüft und entsprechende Optimierungsempfehlungen ausgearbeitet. Es ging auch darum zu überprüfen, inwieweit der Empfehlung des Rates zur Gründungs- und Wachstumsfinanzierung vom 8. Juli 2005 in der Umsetzung bereits entsprochen werden konnte. Zentral ist die Beantwortung der Frage, wie man in politischer Verantwortung öffentliche Rahmenbedingung möglichst günstig gestalten kann, um die Neugründung wissens- und technologieintensiver Unternehmen zu fördern und dadurch die F&E-Basis in der österreichischen Wirtschaft zu verbreitern.

Ergebnis dieses Prozesses war die am 9. Dezember 2008 verabschiedete Ratsempfehlung zum österreichischen Gründungsgeschehen im wissens- und technologieintensiven Bereich.

Nähere Information dazu erhalten Sie von Constanze Stockhammer.

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Stärken und Zukunftsfelder

Der Rat sieht in der Entwicklung von Stärke- und Zukunftsfeldern einen wichtigen Schwerpunkt der FTI-Politik. Daher hat er themenspezifische Programme und Initiativen in seiner bisherigen strategischen Arbeit und bei seinen Empfehlungen besonders berücksichtigt (siehe dazu die Tätigkeitsberichte des Rates).

Der Rat eine Studie in Auftrag gegeben, welche die Leistungsfähigkeit verschiedener Forschungsfelder in Österreich analysiert hat. Dabei wurden nicht nur die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit und das wirtschaftlich-technologische Potenzial untersucht, sondern auch die Relevanz für die Lösung wesentlicher gesellschaftlicher Probleme analysiert. Außerdem beschreibt die Studie die verschiedenen Politikansätze und Argumentationsmuster, nach denen die Forschungs- und Technologiepolitik Prioritäten setzt; dazu wurden mehrere Fallstudien gemacht (Deutschland, EU, Finnland, Großbritannien, Schweiz). Die Studie liefert also nicht nur Information über konkrete Forschungsfelder in Österreich, sondern bildet auch die Grundlage einer Heuristik für die Identifikation und Auswahl von forschungs- und technologiepolitischen Schwerpunkten. Sie können sie hier herunterladen:

"Zukunftspotenziale der österreichischen Forschung" (pdf-Datei, 1.8MB)
Materialband zu "Zukunftspotenziale" (pdf-Datei, 1.3MB)

In einer daran anschließenden Studie werden die forschungs- und technologiepolitischen Schwerpunkte in ausgewählten Vergleichsländern (Großbritannien, Irland, Kanada, Korea, Neuseeland, Niederlande) betrachtet. Neben einem Überblick über die inhaltlichen Schwerpunkte untersucht die Studie vor allem die Fragen, wie Schwerpunktsetzungen begründet werden und wie die konkreten Schwerpunkte identifiziert werden. Diese Begründungsmuster und Prozesse werden nach definierten Kriterien auf "good practice" untersucht. Schließlich werden Schlüsse für die Prozesse und Methoden der Schwerpunktsetzung in Österreich gezogen. Auch diese Studie steht Ihnen zum download zur Verfügung:

"Priorities in Science and Technology Policy - An International Comparison" (pdf-Datei, 982KB)

Für weitere Information wenden Sie sich bitte an Johannes Gadner.

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Biotechnologie / Life Sciences

Ziel dieser Initiative ist die Erarbeitung eines Gesamtkonzepts für die Zukunft der österreichischen Biotechnologie. Die Arbeitsgruppe, bestehend aus VertreterInnen von Wissenschaft, Industrie und Ministerien, tagte erstmals im Jänner 2003.

In seiner 32. Sitzung am 8. Juli 2005 hat der Rat nun seine Strategie für die Entwicklung der Life Sciences in Österreich vorgelegt und zur Umsetzung empfohlen.

In dieser Strategie wurde das im Februar empfohlene Konzept weiterentwickelt und konkretisiert (siehe Empfehlungen vom 22. Februar 2005). Bereits am 20. Mai 2005 hatte der Rat den allgemeinen Teil der Strategie für die Entwicklung der Life Sciences in Österreich empfohlen(siehe Empfehlungen vom 20. Mai 2005). Zugleich lief bis 23. Mai 2005 eine Erhebung unter den Life-Sciences-AkteurInnen in Österreich. Auf Basis dieser Erhebung wurden thematische Schwerpunkte in den Life Sciences in Österreich definiert. Diese thematischen Schwerpunkte vervollständigen nun die Strategie des Rates; sie wurden in der 32. Ratssitzung am 8. Juli 2005 behandelt. Die vollständige Strategie können Sie hier herunterladen:

Strategie für die Entwicklung der Life Sciences in Österreich  (pdf-Datei, 800 kB).

Nähere Informationen erhalten Sie von Anton Graschopf.

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Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT)

Für das Zukunftsfeld IKT hat der Rat die Finanzierung der Programme FIT-IT (BMVIT) und e-business / Digitale Wirtschaft (BMWA) empfohlen; außerdem spielt IKT in etlichen thematisch offenen Programmen, die der Rat zur Finanzierung empfohlen hat, eine wichtige Rolle, etwa in den Kompetenzzentren-Programmen. Darüber hinaus hat der Rat die Entwicklung einer gemeinsamen IKT-Strategie der Ministerien BMBWK, BMVIT und BMWA für Ausbildung, Forschung & Technologieentwicklung sowie Technologietransfer initiiert. Durch eine solche Strategie soll gewährleistet werden, dass die von den verschiedenen Ressorts gestalteten Maßnahmen optimal aufeinander abgestimmt werden. Im Rahmen der Arbeiten wurden zwei Studien in Auftrag gegeben:

"IKT in Österreich" (pdf-Datei, 1.350kB), Industriewissenschaftliches Institut & Joanneum Research 2003: eine Bestandsaufnahme zur Situation der IKT-Landschaft in Österreich als eine empirische Grundlage für die Strategiedebatte;

"Governance in der österreichischen Politik im Politikfeld Informationsgesellschaft" (pdf-Datei, 900kB), Technopolis & Joanneum Research 2004: diese Studie untersucht die Prozesse der Politikgestaltung und macht Vorschläge für deren Verbesserung.

Nähere Informationen dazu erhalten Sie von Constanze Stockhammer.

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Forschung für eine Nachhaltige Entwicklung (FORNE)

In seiner Sitzung am 3.12.2002 hat der Rat beschlossen, zum Stärken- und Zukunftsfeld "Nachhaltige Entwicklung" gemeinsam mit den wesentlichen Akteuren eine Forschungsstrategie zu entwickeln.

In der 23. Sitzung des Rates am 8. Juni 2004 präsentierte die interministerielle Arbeitsgruppe der Ministerien BMBWK, BMVIT und BMLFUW ihr Konzept für eine Rahmenstrategie für die Forschung für Nachhaltige Entwicklung. Der Rat nahm diese zustimmend zur Kenntnis und empfahl ihre Umsetzung. Sie können das Dokument herunterladen:

FORNE Rahmenstrategie 2004 plus (pdf-Datei, 400kB).

Weitere Information zur FORNE-Strategie sowie links zu allen beteiligten Programmen und Akteuren finden Sie auf der FORNE-website.

Ihre Kontaktperson in der Geschäftsstelle des Rates ist Johannes Gadner.

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Nanowissenschaften und -technologien (NANO)

Um NANO in Österreich gezielt zu fördern, hat der Rat zusammen mit Vertretern von Wissenschaft und Unternehmen eine österreichische NANO-Initiative entwickelt. Sie umfasst 3 Elemente:

  • ein Netzwerk aller österreichischen NANO-Akteure,
  • Förderungen für FTE,
  • Maßnahmen zur Aus/Weiterbildung.

Der Rat hat seit Februar 2002 insgesamt 28,7 Mio.EUR aus den Sondermitteln empfohlen. Auch die vom Rat empfohlene Startfinanzierung für den Beitritt Österreichs zur ESRF (European Synchrotron Radiation Facility) kommt in hohem Maße den NANO-ForscherInnen zugute.

Wenn Sie mehr über die Grundlagen der NANO-Initiative wissen wollen, lesen Sie die folgenden Dokument (alle im pdf-Format):

Die NANO-Initiative läuft und wird von mehreren Ministerien sowie den Bundesländern getragen. Das federführende Ministerium BMVIT hat die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mit dem Programm-Management der NANO-Initiative beauftragt. Detaillierte Information zur NANO-Initiative finden Sie auf deren website.

... und / oder wenden Sie sich an Constanze Stockhammer.

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Sozial-, Geistes- und Kulturwissenschaften (GSK)

Der Rat hat als Follow-up zu einem Workshop im November 2001 eine Arbeitsgruppe mit ExpertInnen aus Universitäten, außeruniversitären Einrichtungen, FWF und dem BMBWK eingesetzt. Zu folgenden Themen wurden Vorschläge erarbeitet:

  • nationale Schwerpunktprogramme;
  • Nachwuchsförderung/ PHD;
  • Strukturförderung;
  • Infrastrukturen für die geisteswissenschaftliche Basisforschung;
  • GSK und Technikforschung;
  • Finanzierung von Overhead-Kosten;
  • Gender Mainstreaming.

Am 9. Juli 2003 wurde der Bericht der Arbeitsgruppe dem Rat vorgelegt. Der Rat hat in seiner Sitzung am 16. September 2003 eine umfassende Empfehlung für die Förderung der Sozial-, Geistes- und Kulturwissenschaften ausgesprochen: hier (pdf-Format) können Sie den Text herunterladen.

Zur Umsetzung der Ratsempfehlung: für gezielte Nachwuchsförderung, nationale Schwerpunktprogramme und dynamische Qualitätssicherung wurden unter Federführung des BMBWK entsprechende Förderungsmaßnahmen eingerichtet.

Die Arbeitsgruppe GSK des Rates tagt weiterhin; ihre Aufgaben sind einerseits das Monitoring der Umsetzung der Empfehlungen, andererseits die Erarbeitung von Vorschlägen zur Weiterentwicklung der GSK-Strategie und der Maßnahmen.

Weitere Informationen erhalten Sie von Bettina Ruttensteiner-Poller.

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