Energieforschungsstrategie

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Energieforschungsstrategie

Hintergrund

Die Bedrohung durch den Klimawandel und die Verknappung der fossilen Ressourcen verlangen nachhaltige Veränderungen in unserem Energiesystem. Die hohe Erwartung an der Entwicklung neuer Technologien und der damit verbundene Einfluss auf unsere Gesellschaft verlangt daher keine halbherzigen Lösungen, sondern eine Jahrhundertanstrengung. Um diese Herausforderungen zu bestehen, sollte Österreichs Energieforschung in die Lage versetzt werden, auf europäischem und internationalem Spitzenniveau zu forschen. Nach Ansicht des Rates für Forschung und Technologieentwicklung braucht es - in Abwandlung des Zitats der IEA - eine Energieforschungsrevolution!

Unser Umgang mit Energie, neue und optimierte Lösungen zur Energiegewinnung und die ansteigende Nutzung erneuerbarer Energiequellen wird sicherlich schon für die nächsten Generationen einen großen Einfluss darauf haben, wie elegant bzw. mit wie viel Spielraum der Ausstieg aus der fossilen Energieversorgung möglich wird.

Eine besondere Bedeutung für die Sicherung der zukünftigen Energieversorgung kommt dabei einer klaren Steigerung der Energieeffizienz zu, die den Schlüssel für eine nachhaltige Energieversorgung mit erneuerbaren Ressourcen in den kommenden Jahrzehnten darstellt. Um den Energieverbrauch maßgeblich zu reduzieren ist es einerseits notwendig, durch eine intensivierte Forschung u.a. effiziente Lösungen für Logistik und Mobilitätssysteme, Energieversorgung von Gebäuden, Transport und industrielle Prozesse zu entwickeln, gleichermaßen muss auch der Ausbau erneuerbarer Energien vorangetrieben und neue Technologien entwickelt werden.

Der erfolgreiche Einsatz ist dabei stark von ökonomischen Faktoren abhängig. Hier ist vor allem die Politik gefordert Steuerungsmechanismen zu entwickeln, um ein soziales Ungleichgewicht durch steigende Energiekosten zu verhindern.

Die Energieforschungsstrategie des Rates für Forschung und Technologieentwicklung wurde im Rahmen einer intensiven, von partizipativen Prozessen geprägten Diskussion in mehreren Schritten entwickelt. Die Inhalte von ExpertInnengesprächen und -Workshops führten dabei im August 2009 zur Erstellung eines vorbereitenden ExpertInnenpapiers zu diesem Thema, welches in enger Kooperation mit dem BM für Verkehr, Innovation und Technologie und der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technologie erfolgte.

Auf Basis dieses Papiers wurde im Februar und März 2010 ein mehrwöchiger, öffentlicher und stark frequentierter Online-Konsultationsprozess durchgeführt. Die hohe Beteiligung an dieser Diskussion spiegelte die Bedeutung einer gesicherten als auch ökonomisch und ökologisch nachhaltigen Energieversorgung wider. Das Ergebnis aus den zahlreichen Beiträgen, Kommentaren und Stellungnahmen konnte wiederum mit ExpertInnen aus Ressorts, Forschungsförderagenturen und Wissenschaft in einem abschließenden Workshop eingehend diskutiert werden. Die Ausarbeitung und Zusammenfassung der wertvollen Hinweise und wesentlichen Inputs aus dem gesamten Diskussionprozess lieferten somit die Grundlage für die Energieforschungsstrategie und den darin vorgestellten Vorschlägen und Empfehlungen des Rates für Forschung und Technoologieentwicklung.

Sie können die Energieforschungsstrategie hier herunterladen. Falls Sie eine gedruckte Fassung wünschen, wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle des Rates.

Nähere Information erhalten Sie von Johannes Gadner.

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