Neue Konzepte in der Innovationspolitik

Neue Konzepte in der Innovationspolitik

Es geht um eine wohlfahrtsorientierte Innovationspolitik, die sich an gesellschaftlichen Bedürfnisarten und qualitativem Wachstum orientiert. Innovation betrachtet als Mittel zum gesellschaftlichen Zweck. Analyse der dadurch bedingten Ergänzung innovationspolitischer Instrumente und der Veränderung der Rolle des Staates. Wichtige Gesichtspunkte sind dabei neue Koordinationsbedarfe zwischen den staatlichen Akteuren (Fachpolitik und Innovationspolitik), die Erweiterung der Akteurslandschaft und das zivilgesellschaftliche Engagement.

Neue Innovationskonzepte

Die Debatten um die Frage nach qualitativem Wirtschaftswachstum führen zu neuen Trends, etwa dem, Produkte zu leihen bzw. zu teilen anstatt sie zu besitzen, bzw. sie selbst herzustellen. Sogenannte "frugale", an regionalen Bedürfnissen orientierte Innovationen gewinnen damit immer stärker an Bedeutung. Gleichzeitig wird mit der Verschiebung der wirtschaftlichen Zentren auch das weltpolitische und weltwirtschaftliche Machtgefüge zunehmend multipolar, was neuen Formen der globalen Governance erfordert. Politische Entscheidungen werden zunehmend von der Tatsache beeinflusst, dass immer häufiger nicht-staatliche Akteure an der Bereitstellung öffentlicher Güter beteiligt sind. Städte werden zu eigenständigen Akteuren und Treibern überregionaler Politikdiskussionen und globaler Veränderungsprozesse.

Diese globalen Entwicklungstendenzen - inklusive neuer Strukturen für transdisziplinäres und zivilgesellschaftliches Engagement sowie Governance (Koordination und partizipative Steuerung) werden in im Rahmen einer Studie analysiert.

Auf Basis der Studienergebnisse soll abgeklärt werden, ob weitere Maßnahmen oder Empfehlungen notwendig sind.

 

Nachfrageorientierung in der Innovationspolitik

Die Nachfrage nach Innovation ist das wichtigste Hindernis für Innovation (siehe Innobarometer, Eco-Innovation). Es gibt verschiedene Markt- und Systemversagen auf der Nachfrageseite, die, so wie auf der Angebotsseite, mit politischen Maßnahmen gelindert werden können. Diffusion von Innovation dient direkt der Erreichung politischer Ziele (z.B. Energieeffizienz) und führt gleichzeitig auf der Angebotsseite zu weiterer Innovationsdynamik. Innovationsorientierte Nachfragemärkte sind attraktiv auch für die Generierung von Innovation.

Österreich hat im internationalen Vergleich in Bezug auf technologische Innovation eher ein Nachfrageproblem als ein Angebotsproblem. Eine Ratsstudie zur öffentlichen Beschaffung macht auch deutlich, dass es zwar ein Konzept gibt, die Umsetzung im System aber noch zu wünschen übrig lässt. Auf Basis dieser Studie zum Status der Innovativen Beschaffung in Österreich und einer Arbeitsgruppe zum Thema, erfolgt in Kürze die Verabschiedung einer entsprechenden Ratsempfehlung, die sich mit förderenden Maßnahmen und Rahmenbedingungen beschäftigt.

Weitere konzeptuelle und empirische Arbeiten zur Nachfrage nach Innovation und die Rolle des Staates im Allgemeinen sind denkbar.

 

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